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Speelkoppel Hoyerswege Wie ein Junggeselle aus der Bahn gerät

Die neue Mitbewohnerin Katrin (Anja Brinkmann) versetzt die beiden Junggesellen Kalle (Harald Schrön, links) und Siegfried (Herwig Kunst) in Angst und Schrecken. Die Speelkoppel Hoyerswege geht mit dem Stück „Leevslust un Waterschaden“ ab Dezember aufTour.

Die neue Mitbewohnerin Katrin (Anja Brinkmann) versetzt die beiden Junggesellen Kalle (Harald Schrön, links) und Siegfried (Herwig Kunst) in Angst und Schrecken. Die Speelkoppel Hoyerswege geht mit dem Stück „Leevslust un Waterschaden“ ab Dezember aufTour.

Antje Rickmeier

Schlutter - Ein Staubwedel und Kamillentee sind die Lebensbegleiter des Junggesellen Siegfried Klein (Herwig Kunst). Er lebt in einer penibel gepflegten Wohnung, in der Mikroben, Frauen und Alkohol nicht geduldet werden. Doch dann bricht das Chaos über den pingeligen Lohnbuchhalter herein: Erst quartiert seine Schwester Rita (Iris Timmermann) ihre Freundin Katrin (Anja Brinkmann) übergangsweise in der Wohnung ein. Dann schickt die Vermieterin (Heike Kroog) auch noch die beiden Handwerker-Teams „Krumm und Schief“ und „Schreck und Schraube“ zu Sanierungsarbeiten in die Wohnung.

Noch mehr Theater

Einen Theaterabend mit Grünkohlessen gibt es noch einmal an diesem Mittwoch, 23. November, um 18.30 Uhr auf dem Hof Kunst, Wildeshauser Landstraße 9 A. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 04222/1468 möglich. Danach geht die Speelkoppel Hoyerswege auf Tour.

Im Vielstedter Bauernhaus in Hude ist das Stück „Leevslust und Waterschaden“ am Sonntag, 11. Dezember, um 15.30 Uhr zu sehen. Im St.-Johannes-Haus in Hasport treten die Darsteller am Samstag, 7. Januar, um 16 Uhr auf, am Samstag, 21. Januar, sind sie um 19 Uhr in der Ernst-Rodiek-Halle in Lemwerder zu erleben.

Ein Auftritt im Gymnasium Ganderkesee ist für Freitag, 27. Januar, um 19.30 Uhr geplant. Karten können bei der regioVHS unter 04222/44444 reserviert werden. Auf der Neerstedter Bühne wird das Stück am 3. und 5. März gezeigt. Außerdem gastiert die Speelkoppel am 18. März im Haus Adelheide in Delmenhorst.

Zweite Premiere

In der Komödie „Leevslust und Waterschaden“ von Hans Schimmel sind somit die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Leben von Hauptperson Siegfried vollkommen aus den gewohnten Bahnen gerät.

Am Freitagabend hatte das plattdeutsche Theaterstück auf dem Hof Kunst in Schlutter zum zweiten Mal Premiere. Bereits im vergangenen Winter hatten die Laiendarsteller der Speelkoppel Hoyerswege das unterhaltsame Stück gespielt. Allerdings gab es nur vier Vorstellungen auf der Diele des Hofs Kunst, Auftritte an anderen Spielstätten konnte die Truppe wegen der Corona-Bestimmungen nicht mehr absolvieren.

Proben einfacher

Die Entscheidung, das Winterstück noch einmal aufzunehmen, hatte Vorteile für die Darsteller und Darstellerinnen: „Die Proben waren etwas einfacher, weil jeder seinen Text nur auffrischen musste“, erklärte Sabine Röpke-Kunst von der Speelkoppel Hoyerswege.

Lediglich Rainer Vosteen, der im Stück den Elektriker Winfried Schief spielt, musste seine Rolle ganz neu lernen. Er kam für einen Mitspieler dazu, der nicht dabei sein konnte. Auch Bühnenbild und Requisiten wurden wieder genutzt. Trotzdem waren die Tage vor dem ersten Theaterabend arbeitsreich für die Speelkoppel-Mitglieder: „In der Woche direkt vorher wurde fast jeden Abend geprobt“, sagte Sabine Röpke-Kunst.

Lustige Szenen

Das Publikum genoss die Wiederaufnahme des Stücks. Denn der Dreiakter hält viele lustige Dialoge und turbulente Szenen bereit. Die Zuschauer belohnten die Leistung der Darsteller und Darstellerinnen mit Applaus und viel Gelächter.

So leben Herwig Kunst als Siegfried und Harald Schrön als dessen Freund Kalle ihre Junggesellen-Verschrobenheit voll aus und fallen fast in Ohnmacht, als Mitbewohnerin Katrin nur in ein Handtuch gehüllt aus dem Badezimmer kommt. Sehr vergnüglich ist auch anzusehen, wie Siegfried die Kontrolle über sein Leben verliert: Als er statt Kamillentee dann doch Schnaps trinkt, stolpert er in Unterwäsche über die Bühne und stellt Handwerkerin Susi Schraube (Tessa Strodthoff) nach. In weiteren Rollen waren Jörg Strodthoff als Elektriker Peter Krumm und Hella Holldorf als Handwerkerin Mechthild Schreck zu erleben. Regie führte Harald Schrön.

Gleich zu Beginn der Aufführung hatten die Koppelkinder, sechs Mädchen im Alter zwischen elf und 16 Jahren, das Publikum mit Sketchen auf einen vergnüglichen Abend eingestimmt. Vor dem Theater wurde Grünkohl serviert. Am Sonntag stand dann eine Nachmittagsaufführung mit Kaffee und Kuchen auf dem Programm.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee
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