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Spendenlauf der IGS in Wardenburg Fast 4300 Euro an „Oldenburg hilft“

4286,50 Euro kamen zusammen beim Spendenlauf der IGS-Schüler in Wardenburg. Den symbolischen Scheck überreichte die Sprecherin des 10. Jahrgangs, Mike Kolbe, an Sebastian Seger vom Verein „Oldenburg hilft“.

4286,50 Euro kamen zusammen beim Spendenlauf der IGS-Schüler in Wardenburg. Den symbolischen Scheck überreichte die Sprecherin des 10. Jahrgangs, Mike Kolbe, an Sebastian Seger vom Verein „Oldenburg hilft“.

Marén Bettmann

Wardenburg - „Eine großartige Summe, die zeigt, wie total einfach es ist, zu helfen.“ Sebastian Seger vom Lenkungskreis des Vereins „Oldenburg hilft e.V.“ zeigte sich beeindruckt über die Höhe des Schecks, den ihm der Förderverein der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Everkamp in Wardenburg mit Hilfe von Schülervertretern am Donnerstagmorgen überreichte. Satte 4286,50 Euro hatten die 390 Mädchen und Jungen aus allen Jahrgängen Ende September mit Hilfe von Sponsoren „erlaufen“, so die Bilanz der beiden verantwortlichen Lehrerinnen Neele Botterbrodt und Tabea Karsten. Was mit dem nun Geld passiert, darüber gab Sebastian Seger den Schülerinnen und Schülern Auskunft.

Aufteilung 30:70

Priorität legt der nur kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges gegründete Verein auf Hilfe für geflüchtete Ukrainer in Oldenburg und für Menschen, die noch immer in der Ukraine leben. „30 Prozent der Spenden bleiben in Oldenburg und umzu, der Rest geht direkt in die Ukraine“, erklärt Seger den Jugendlichen. Jede Woche würden zwei bis drei Lkw Richtung Krisengebiet starten, um Hilfsgüter, wie Lebensmittel, Medikamente, medizinische Geräte, Hygieneartikel, Verbandsmaterial, Krankenhausbetten, Stromgeneratoren und vieles mehr, ins Land zu bringen. Helfer vor Ort kümmerten sich um die Verteilung.

In den neun Monaten seines Bestehens, so Seger, habe „Oldenburg hilft“ bereits mehrere Millionen Euro an Spenden bekommen. Mit dem Geld würden nicht nur Hilfsgüter transportiert: „Wir haben zum Beispiel auch 26 Immobilen für Geflüchtete angemietet, organisieren Sprachkurse, melden die Kinder in Schulen und Vereinen an.“ Auch hole der Verein mit seinen rund 200 Helfern Menschen am Grenzgebiet zu Polen ab und bringe sie in die Region – bislang 700.

Neu: Willkommenscafé

In einem vom Verein initiierten Kreativhaus werde das Ziel verfolgt, so Seger, Geflüchtete in die Selbstständigkeit zu bringen. „Die Menschen wollen hier auch arbeiten und nicht vom Staat leben“, weiß der ehrenamtliche Helfer. Die neuesten Projekte seien ein Willkommenscafé und die Ausrichtung einer Weihnachtsfeier in einem Kiewer Waisenheim.

Die effektive und gut organisierte Hilfe des Vereins hat auch schon einige Fernsehbeiträge ausgelöst. „Gerade heute hat das ZDF-Morgenmagazin über uns berichtet“, erzählte Seger den Schülern. Der studierte Maschinenbauer und Organisationsberater hatte den Schülern aber auch noch etwas mitgebracht: Armbändchen mit der Aufschrift „Verbundenheit“ als „Zeichen der Verbundenheit mit der Ukraine und als Dankeschön für eure Hilfe.“ Er empfahl den Jugendlichen: „Nehmt diese Aktion für euch zum Vorbild, wenn ihr einmal helfen wollt. Sucht euch Leute zusammen und macht einfach.“

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg
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