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Ganderkeseer Gymnasiasten zeigen Einsatz Spendenlauf bringt 4000 Euro für Ukraine-Geflüchtete ein

Freuen sich über das gesammelte Geld: Andreas Lange, („Ganderkesee hilft“, vorne von links) mit den Klassensprechern der 8c, Lena Henghuber und Mick Tacke, und Klaus Heinrich („Ganderkesee hilft“).

Freuen sich über das gesammelte Geld: Andreas Lange, („Ganderkesee hilft“, vorne von links) mit den Klassensprechern der 8c, Lena Henghuber und Mick Tacke, und Klaus Heinrich („Ganderkesee hilft“).

Christin Hufer

Ganderkesee - Dass die Klasse 8c des Gymnasiums Ganderkesee „gut zu Fuß“ ist, hat sie in einem selbst organisierten Spendenlauf Ende März bewiesen. In nur 120 Minuten haben die Schülerinnen und Schüler insgesamt 4000 Euro für die Aktion „Ganderkesee hilft“ gesammelt, die Geflüchtete an der polnisch-ukrainischen Grenze unterstützt.

In Eigenregie

Im Politikunterricht hat Klassenlehrer Arne Eymann mit seinen Schülerinnen und Schülern den Ukraine-Konflikt thematisiert. Dabei sei den Achtklässlern schnell klar geworden, dass sie selbst aktiv werden möchten, erklärt er. Zunächst sei die Idee aufgekommen, eine Demonstration zu starten. Doch die Schülerinnen und Schüler wollten mehr tun und selbst Spenden sammeln. „Da kam dann die Idee des Spendenlaufs auf“, sagt Eymann.

Besonders beeindruckt hat den Klassenlehrer, dass die Schülerinnen und Schüler die Aktion in Eigenregie durchgeführt haben. „Sie sind selbst auf Sponsoren-Suche gegangen“, sagt er. Auch, wohin das eingenommene Geld gehen soll, haben die Achtklässler selbst entschieden. Dabei war es ihnen besonders wichtig, eine Organisation zu wählen, bei der sie genau überblicken können, was mit ihrem gesammelten Geld passiert.

Lokale Initiative

Die Wahl der Achtklässler fiel auf die lokale Initiative „Ganderkesee hilft“, die von den Unternehmern Andreas Lange (K-Nord aus Ganderkesee) und Klaus Heinrich (Glas-Becker aus Delmenhorst) ins Leben gerufen wurde. „Das Geld geht eins zu eins an ein Flüchtlingsheim“, sagt Andreas Lange. Unterstützt wird eine Unterkunft in der Nähe der polnisch-ukrainischen Grenze, in der derzeit rund 300 Ukraine-Geflüchtete leben.

Großer Einsatz

Ende März war es dann soweit. Die Schülerinnen und Schüler sind insgesamt 120 Minuten im Stadion am Habbrügger Weg gelaufen. Pro gelaufene Runde füllte sich die Spenden-Kasse immer weiter. „Das war schon echt beeindruckend“, sagt Eymann. Denn keiner der Schülerinnen und Schüler habe zwischenzeitlich abgebrochen. „Alle sind bis zum Ende durchgelaufen“, sagt er. Dabei stachen drei Schüler besonders heraus: Die Achtklässler Elias Hülsbruch und Mats Landsmann schafften 46 Runden – insgesamt 18,4 Kilometer – um den Sportplatz. Unter den Mädchen schaffte Loisa Eeckhoff mit 38 Runden – 15,2 Kilometer – die Höchstzahl. Mit ihrem Einsatz und dem Einsatz der anderen Mitschüler kamen bei dem Spendenlauf 3423,85 Euro zusammen, die Andreas Lange später aus eigener Tasche auf 4000 Euro aufstockte.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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