Landkreis - In der 1. Fußball-Kreisklasse wechseln sich der TV Falkenburg und GW Kleinenkneten munter an der Tabellenspitze ab. Am Wochenende zogen die „Falken“ wieder vorbei auf Platz eins – allerdings hat Kleinenkneten ein Spiel weniger ausgetragen.
TV Falkenburg - VfL Stenum III 3:0 (0:0). In der ersten Halbzeit hatten die Platzherren Probleme, sich gegen eine gut funktionierende Stenumer Abwehr durchzusetzen. Es gab zwar einige Situationen, die zu einem Treffer hätten führen können, doch letztlich fehlte den Falkenburgern vor dem Tor der letzte Biss. Trainer Rolf von Lien sah seine Mannschaft nach der Halbzeitpause wesentlich besser, die dann auch die entsprechenden Tore erzielte. Das war allerdings hauptsächlich einem Spieler zu verdanken. Jarne Düssmann sorgte mit einem lupenreinen Hattrick für die wichtigen drei Punkte des Kreisligaabsteigers. Dazu wäre es fast nicht gekommen, denn Trainer von Lien hatte vor dem 1:0 eine Auswechslung von Düssmann geplant. Doch nach dessen ersten Tor verzichtete der Coach darauf, wofür sich der Torschütze mit zwei weiteren „Buden“ bedankte. Beim Führungstor hatte Finn Schütte eine exzellente Vorarbeit geleistet. „Endlich haben wir mehr Fußball gespielt anstatt nur mit langen Bällen zu agieren. Außerdem hat mein Team mir gezeigt, dass ich mich auch auf die Hintermannschaft verlassen kann“, lobte von Lien. Tore: 1:0/2:0/3:0 Jarne Düssmann (62., 66., 86.).
SV Tungeln - TuS Heidkrug II 4:1 (2:1). „Das Glück ist mit dem Tüchtigen“, bemerkte Tungelns Trainer Michael Ackermann, der den Heimsieg vorwiegend einer taktischen Umstellung zur zweiten Halbzeit zugesprochen hatte. Zunächst begannen die Platzherren sehr stark und erzielten schon nach fünf Minuten den Führungstreffer. Dem ließen sie noch in der Anfangsphase das nächste Tor folgen und schienen einem ungefährdeten Sieg entgegenzustreben. „Danach haben wir aber etwas den Faden verloren, was die Heidkruger mit dem Anschlusstreffer bestraften“, bemerkte Ackermann. „In der Phase danach hätten wir auch den Ausgleich erzielen und sogar in Führung gehen können“, haderte sein Gegenüber Reiner Sternberg ein wenig mit der schlechten Chancenverwertung. Die Umstellung bei den Tungelern brachte in der zweiten Halbzeit zunächst keine Früchte, obwohl Gästespieler Philipp Seedorf wegen einer Beleidigung, nachdem er gefoult worden war, die Rote Karte gesehen hatte (64.). „Gegen eine dezimierte Mannschaft zu spielen, ist häufig schwerer als gegen ein komplettes Team“, stellte SV-Coach Ackermann klar. Es dauerte aber nicht sehr lange, bis sich die spielerische Überlegenheit der Tungeler immer mehr durchsetzte, während die Gäste versuchten, durch mehr Offensivbemühungen noch den Ausgleich zu erzielen. Nach einer schönen Kombination trafen die Platzherren in der Schlussphase, und Christian Löschen war es vorbehalten, mit einem „Traumtor“, wie Ackermann es ausdrückte, den Endstand herzustellen. Tore: 1:0 Marek Wiechmann (5.), 2:0 Timo Fehn (23.), 2:1 Marius Hamann (33.), 3:1 Niklas Janzen (80.), 4:1 Christian Löschen (88.).
Harpstedter TB II - Delmenhorster TB 1:3 (1:0). Weiterhin behält die Zweitvertretung des HTB die rote Laterne. Das Team von Trainer Dirk Lenkeit führte zwar zur Halbzeitpause knapp. Die Delmenhorster ließen sich aber nicht beirren, sondern glichen nach einer Stunde aus. In der Schlussphase freute sich DTB-Trainer Mete Döner über zwei weitere Tore seiner Mannschaft, die dadurch weiterhin den Kontakt zur Spitzengruppe hält. Tore: 1:0 Murad Ali (43.), 1:1 Milan Heyl (60.), 1:2 Torben Hansen (86.), 1:3 Sühan Reis (90.+2).
Sf Littel - TSV Großenkneten II 1:3 (1:2). „Auch wenn meine Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht hat, ist dieser Sieg etwas glücklich zustande gekommen“, meinte Gästetrainer Andreas Gronewold. Für die TSV-Reserve begann die Begegnung nicht gut, da die Sportfreunde bereits in der ersten Minute in Führung gingen. In einer danach ausgeglichenen Phase war es einmal mehr Großenknetens Mirko Wilkens, der nicht nur für den Ausgleich, sondern auch für den Führungstreffer des TSV verantwortlich zeichnete. Trotz der guten Leistung seiner Mannschaft hatte Gronewold festgestellt, dass sein Team etwas zu kompliziert gespielt hätte, und forderte eine einfachere Spielweise. Im weiteren Verlauf wurden die Litteler immer stärker und drängten auf den Ausgleich. Als Großenknetens Christopher von Behren in der 70. Minute die Ampelkarte sah, stand ein möglicher TSV-Erfolg auf wackeligen Füßen. Allerdings reduzierten sich auch die Platzherren nach einer Ampelkarte. Mit dem dritten Treffer von Wilkens war das Spiel endgültig entschieden. „Wir haben im Gegensatz zu Littel in dieser guten und kampfbetonten Begegnung unsere Chancen genutzt“, bilanzierte TSV-Trainer Gronewold. Tore: 1:0 (1.), 1:1/1:2/1:3 Mirko Wilkens (6., 30., 88.).
TSV Ippener - SV Atlas Delmenhorst III 0:1 (0:0). „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen großen Vorwurf machen. Sie hat gut gespielt, aber leider nicht die vielen Tormöglichkeiten genutzt“, stellte Ippeners Trainer Thorsten Sander klar. Seine Mannschaft sei in beiden Spielhälften überlegen gewesen und hätte eigentlich gewinnen müssen. „Aber es kommt so, wie es häufig kommt: Wenn du vorne die Tore nicht machst, fällt hinten ein Gegentor“, nutzte Sander eine alte Fußballweißheit. Genau so kam es dann in der 69. Minute, als Leon Maurice von Husen nach einem Konter den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Den möglichen Ausgleich verpasste Ippeners Niklas Lustig, der einen Foulelfmeter an den Innenpfosten des Gästetores setzte. Tor: 0:1 Maurice von Husen (69.).
TV Munderloh II - TuS Hasbergen 0:4 (0:2). „Das hat meine Mannschaft sehr gut gemacht“, freute sich Gästetrainer Nico Wentzien nach diesem etwas überraschenden Erfolg. Überraschend deshalb, da seine Mannschaft die letzten Begegnungen gegen Munderloh verloren hatte. „Wir haben uns aber auf die Spielweise des Gegners gut eingestellt“, fand Wentzien. Munderlohs Coach Pascal Raschen war nach der Niederlage merklich geknickt und meinte: „Bei uns lief heute nichts zusammen. Die Bälle kamen nicht beim Mitspieler an, und auch das Zweikampfverhalten meines Teams war nicht zufriedenstellend“. Nach anfänglich gutem Start ist die Munderloher Reserve nun weiter ins Mittelfeld abgerutscht. Tore: Jakob Korfmann (2), Savio Pascual Fernandez, Mikel Kirst.
