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Kita Spielinsel in Dünsen Kinder brennen für Feuerwehrbesuch

Peter Kratzmann
Wasser marsch: Jannik Stiller von der Feuerwehr zeigte den Kindern von der Spielinsel in Dünsen, wie so ein kräftiger Wasserstrahl aussieht.

Wasser marsch: Jannik Stiller von der Feuerwehr zeigte den Kindern von der Spielinsel in Dünsen, wie so ein kräftiger Wasserstrahl aussieht.

Peter Kratzmann

Dünsen - Der vernebelte Wasserstrahl aus der Handpumpe, die Klaus und Jannik Stiller von der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Einsatzwagen geholt haben, verfehlte seine Wirkung bei den Mädchen und Jungen des Kindergartens Spielinsel in Dünsen nicht. Mit lautem Geschrei brachten sich die Kinder in Sicherheit – das Wasser erreichte sie natürlich nicht.

„Das ist immer wieder eine beliebte Vorführung bei den Kindergartenkindern“, sagte Jannik Stiller. Zusammen mit seinem Vater war er an diesem Vormittag nach Dünsen gefahren, um in dem Kindergarten eine Stunde lang über das richtige Verhalten im Fall der Fälle zu informieren.

Notruf absetzen

Das richtige Absetzen eines Notrufes hatten die Erzieherinnen Corinna Meyer, Wiebke Tapken und Sarah Dahms mit den Mädchen und Jungen zuvor besprochen. An diesem Vormittag stand die Besichtigung des Feuerwehrwagens und das richtige Verhalten im Brandfall im Mittelpunkt. Gute Dienste leistete da auch einmal wieder das Rauchhaus: eine alte Puppenstube, die mit einer Glasplatte abgeschlossen ist, aber Sicht in das kleine Haus zulässt. „Wie sich in einem Gebäude der Rauch verteilt, ist in der Puppenstube sehr gut zu verfolgen“, so Jannik Stiller. Zuvor hatte Klaus Stiller erklärt, warum gerade der Qualm so gefährlich sei. „Wenn ihr schlaft, ist eure Nase quasi ausgeschaltet. Den Rauch riecht man dann nicht. Deshalb sind auch Rauchmelder so wichtig.“

Anders sei es mit den Flammen, die Hitze spüre man sofort auf der Haut, erklärte Stiller den Kindern. Auch der Klang der Sirenen wurde vom Handy abgespielt und berichtet, dass es für die Feuerwehrmänner und -frauen eine spezielle App für das Handy gebe, in der der Einsatz erläutert wird und der Einzelne auch anklicken kann, ob er zum Einsatz fährt oder nicht.

Offene Ohren

Schließlich erlebten die Kinder die beiden Branderzieher in voller Einsatzkluft mit Atemschutz und allem, was dazu gehört. Das war schon ein besonderer Anblick für die Mädchen und Jungen, denn so nah hatten sie wohl alle noch keine Feuerwehrleute in Einsatzkluft gesehen.

Seit 2006 lädt Klaus Stiller Kindergarten-Gruppen und Schulklassen zu solchen Branderziehungen ein. Immer wieder würden er und seine Kollegen bei den Kindern auf offene Ohren stoßen und darauf, dass sie auf Wissen rund um die Feuerwehr regelrecht brennen.

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