[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]BOOKHOLZBERG - BOOKHOLZBERG/ING - Empörung greift unter Eltern in Bookholzberg um sich: Dass im katholischen Kindergarten St. Bernhard eine Nachmittagsgruppe aufgelöst werden soll, wollen sie nicht akzeptieren. „Klar, es muss gespart werden“, räumt Gabriele Bley ein, die 1. Elternvertreterin des Kindergartens, „aber es heißt doch immer: nicht bei den Kindern!“ Nun werde in Bookholzberg aber „ausgerechnet bei den Kleinsten“ der Rotstift angesetzt.
Zurzeit gibt es im Kindergarten St. Bernhard drei Nachmittagsgruppen, zwei davon kommen aber nur an drei Tagen in der Woche zusammen. Für diese Gruppen gebe es auch im nächsten Kindergarten-Jahr schon wieder ausreichend Anmeldungen, erklärt Bley. Allerdings erreichen einige Kinder erst später, bis hin zum Februar 2006, das dritte Lebensjahr, ab dem ihnen ein Platz im Kindergarten zusteht. „Deshalb will die Gemeinde eine Nachmittagsgruppe schließen“, sagt Bley. Der Vertrag der Erzieherin, einer „Springerkraft“, solle nicht verlängert werden. Die Kosten für diese Erzieherin hatte bisher die Gemeinde allein getragen.
Die Betreuung an nur drei Nachmittagen pro Woche ist nach Ansicht von Gabriele Bley „der ideale Einstieg für kleine Kinder“. Auch viele Eltern wollten ihre Dreijährigen gar nicht unbedingt gleich in einer Vollzeitgruppe unterbringen, um sie zunächst an den Kindergarten-Alltag zu gewöhnen. „Deshalb wollen wir auf jeden Fall alle drei Nachmittagsgruppen behalten“, bekräftigt die Elternvertreterin, die auch im Namen der CDU-Ortsunion Bookholzberg Protest gegen die Pläne der Gemeinde einlegt.
Gabriele Bley weist darauf hin, dass „zukünftige Bebauungsgebiete mit 40 Wohneinheiten in Bookholzberg geplant sind“. Der Landkreis Oldenburg habe daraus einen zusätzlichen Bedarf an 14 Kindergartenplätzen ermittelt. Das müsse in den Planungen für das nächste Kindergarten-Jahr berücksichtigt werden, fordert die Elternvertreterin.
Für kommenden Freitag ist ein Treffen von Kindergarten- und Elternvertretern mit der Verwaltung vorgesehen. Darauf wies auf NWZ -Nachfrage auch Bürgermeister Gerold Sprung hin, der von den Details der Planungen für St. Bernhard gestern aber noch keine Kenntnis hatte. „Wir müssen an allen Ecken und Kanten sparen“, betonte Sprung, „aber die Gemeinde ist natürlich um familienfreundliche Angebote bemüht.“ Er wolle nicht ausschließen, so Sprung, dass beim Treffen am Freitag noch eine Lösung gefunden werde, die alle Seiten zufrieden stellt.
