[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE]GANDERKESEE - GANDERKESEE/ING - Im Streit um die Kosten eines Feuerwehr-Einsatzes in Kühlingen gehen die Beteiligten aufeinander zu. Landwirt Hans-Gerd Wilkens, der nach der Bergung eines Schweines aus dem Güllekeller eine hohe Rechnung aus dem Rathaus erhielt (die NWZ berichtete), hat sich noch einmal schriftlich an Bürgermeister Gerold Sprung gewandt. Der will jetzt das Ehepaar Wilkens, Gemeinde- und Ortsbrandmeister sowie Vertreter der Verwaltung an einen Tisch bringen.
Nach dem ersten Protest war die Gebührenrechnung bereits um mehr als die Hälfte reduziert worden – jetzt sollen Wilkens’ statt der ursprünglich veranschlagten 1384 Euro noch 670 Euro zahlen. Auch das ist ihnen zuviel, sie wollen notfalls klagen.
Die Gemeinde beruft sich auf geltendes Recht. In der „Satzung über die Erhebung von Kostenersatz und Gebühren für Dienst- und Sachleistungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Ganderkesee“ ist in § 3, Absatz d) das „Einfangen und Retten von Tieren“ als gebührenpflichtige freiwillige Leistung aufgelistet. In der Anlage zur Satzung sind die Tarife festgelegt. So kostet eine Einsatzstunde pro Mann 17 Euro (bei Sicherheitswachen nur 5 Euro). Die Stundensätze für Fahrzeuge liegen zwischen 55 Euro (Löschgruppenfahrzeug LF8) und 215 Euro (Drehleiter). Wird ein Notstromaggregat gebraucht, schlägt das mit 12 Euro pro Stunde zu Buche, ein Atemschutzgerät kostet 7 Euro. Richtig teuer wird ein so genannter „Unfugalarm“: Wer „aus Spaß“ die Feuerwehr ruft, wird mit 500 Euro zur Kasse gebeten.
