[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPI - GANDERKESEE/HUDE/KAS - Seit dem vorigen Jahr ist der Luftsportverein (LSV) Hude auf dem Ganderkeseer Flugplatz zu finden, nachdem er lange Zeit in Lemwerder sein Domizil hatte und in Hude kein Segelfluggelände einrichten konnte. Heinrich Schnieder, seit 1977 erster Vorsitzender des Vereins, zur Entscheidung der Sportflieger für den Standort Ganderkesee: „Selbst wenn wir in Hude ein Gelände bekommen hätten, hätten wir mindestens drei Jahre lang nicht fliegen können. Hier war bereits alles vorhanden, was wir für unseren Sport benötigen.“ Auch die Zusammenarbeit mit Flugplatzbesitzer Jochen Weyhausen-Sauer und Betriebsleiter Uwe Lindemann funktioniere bestens, so Schnieder.
Gestern stellte sich der Verein der Öffentlichkeit vor und bedankte sich bei Freunden und Sponsoren. Bürgermeister Gerold Sprung gratulierte dem LSV zu seinem ersten Tag der offenen Tür in Ganderkesee und wagte einen Probeflug über die Gemeinde. Horst Siemers, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Hude, sagte, er freue sich, dass der Luftsportverein „wieder im Landkreis Oldenburg“ zu finden sei – „wenn auch nicht in Hude“.
Ein doppelsitziges Segelflugzeug sowie ein Ultraleichtflugzeug, das unter anderem zum Anschleppen der Segelflugzeuge genutzt wird, befinden sich im Besitz des Vereins. Auch einige private Flugzeuge werden den Mitgliedern von den Eigentümern zur Verfügung gestellt, darunter ein eigenstartfähiges Segelflugzeug. Derzeit kümmern sich jeweils zwei Fluglehrer um die Ultraleicht- und um die Segelflugausbildung.
Auf dem Weg zum Segelflugschein muss ein Schüler zunächst zwei Voraussetzungen erfüllen: Neben dem Mindestalter von 14 Jahren ist ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis vorzulegen. „Dann beginnt die Ausbildung in Theorie und Praxis“, wie Fluglehrer Josef Mertens erklärt. „Wenn der Schüler dann sicher genug ist, stehen der erste Alleinflug und erste Überlandflüge mit dem Lehrer an.“ Nach erfolgreich absolvierter theoretischer Prüfung folgen ein 50-Kilometer-Flug mit Flugauftrag und dann die praktische Prüfung.
„Wir wollen neue Mitglieder gewinnen, Ausbildung betreiben und selbst sportliche Aufgaben wie Dreiecksflüge meistern“, fasst Schnieder die Ziele des LSV zusammen. Mit den Gegebenheiten auf dem Flugplatz ist der Vorsitzende voll zufrieden – besonders die Zusammenarbeit mit den benachbarten Unternehmen und Vereinen beurteilt er als „sehr gut“. So nutzten die Huder Luftsportler beispielsweise die Tankstelle und die Winde des LSV Delmenhorst und stellen im Gegenzug ihr Schleppflugzeug zur Verfügung, berichtet Schnieder.
