[SPITZMARKE]WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/MB - Da staunten die Springreiter am Sonnabendvormittag nicht schlecht. Schon um 10 Uhr war der Zeitplan für die Wildeshauser Reitertage aus den Fugen geraten. Satte zwei Stunden betrug die Verzögerung. Grund dafür war nicht zuletzt das tolle Sommerwetter. „Sonst gibt es eine Start-Erfüllung von 70 bis 80 Prozent, aber hier sind, weil wir noch Nachnennungen angenommen haben, mehr als 100 Prozent an den Start gegangen", sagte Meldestellenleiter Volker Borggräfe. Zusätzlich hätten die Organisatoren einen Wettbewerb zu knapp kalkuliert.

Jetzt war eine flexible Lösung gefragt. Ein neuer Zeitplan wurde erstellt und ein M-Springen auf den Sonntag verlegt. Somit konnte das Turnierprogramm bis 20 Uhr über die Bühne gehen. Abgesehen von einigen Ausnahmen nahmen die Teilnehmer den Zeitverzug gelassen hin.

Vorsitzender Siegbert Schmidt feierte am Freitag seinen 50. Geburtstag. Allerdings hatte der Chef des RV Leichttrab Wildeshausen kaum Zeit dazu. Egal, ob Hindernisdienst, Getränkeausschank oder Siegerehrungen, er präsentierte sich als echter pferdesportlicher Tausendsassa und hatte alle Hände voll zu tun. Prominentester Gratulant war Paul Schockemöhle, der kurzfristig mehr als zwanzig Pferde genannt hatte.

Die sommerlichen Temperaturen ließen auch die Helfer schwitzen. Die Plätze waren zu trocken und mussten daher jeweils nachts gewässert werden. Insgesamt mehr als 500 000 Liter Wasser waren notwendig, um für ein gutes Geläuf zu sorgen. Bei den Dressurreitern läuteten hingegen am Sonnabendmorgen um kurz vor 8 Uhr die Alarmglocken. Im Waldstück neben dem Dressurviereck waren einige Arbeiter mit ihren Kettensägen tätig. Kurzerhand wurde der Waldbesitzer angerufen, und der delegierte seine Männer auf ein anderes Areal.

Pechvogel des Turniers war der Ahlhorner Rolf Moormann. Er stürzte im gestrigen S-Springen und verletzte sich so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Laut ersten Informationen hat er sich das Kniegelenk ausgekugelt.