[SPITZMARKE]WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/STI - „Ich hätte Ihnen gern den neuen Bürgermeister vorgestellt, doch Dr. Shahidi hat es vorgezogen, erst einmal mit seiner Familie Urlaub zu machen, bevor er das stressige Amt antritt.“ Wenige Tage vor seinem Abschied aus dem Wildeshauser Stadthaus gab Bürgermeister Franz Duin gestern als Gastgeber des 11. Forums der Wildeshauser Behördenleiter so manche Spitze zum Besten. Erstmals in der Runde konnte der SPD-Politiker den Geschäftsstellenleiter der Wildeshauser Agentur für Arbeit, Michael Fuge, begrüßen. Die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen im Kreis gäben Anlass zur Hoffnung.

Gemeinsam analysierten die Behördenvertreter die Ergebnisse der zurückliegenden Kommunalwahl. Es sei eine deutliche Hinwendung zu Wählergemeinschaften zu erkennen, sagte Duin. Ein mögliches Patt im Wildeshauser Stadtrat zwischen CDU und FDP auf der einen und SPD/Grüne/UWG auf der anderen Seite habe es in Wildeshausen noch nicht gegeben. Der scheidende Bürgermeister sagte, er rechne mit wechselnden Mehrheiten im Rat, wie es in Süddeutschland üblich sei. Duin: „Ich vermute, dass die Sachpolitik an Kraft gewinnt.“ Mit Blick auf einige gescheiterte Kandidaten bemerkte Duin, nicht selten hätten Bewerber aus der Verwaltung Probleme in der „politischen Manege“. Er selbst habe sich ebenfalls schon oft eine „blutige Nase“ geholt.

Der Erste Kreisrat Rolf Eilers erläuterte die Ergebnisse aus den Gemeinden. Für den Kreistag selbst gehe er davon aus, dass es auch künftig zu einer Gruppenzusammenarbeit von SPD und FDP kommen werde, sagte Eilers.

Die Umstellung auf die kaufmännische Haushaltsrechnung („Doppik“) erläuterte Katrin Albertus-Hirschfeld, Fachbereichsleiterin Finanzen. Wildeshausen liege hier im Zeitplan.