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Sportfunktionsgebäude am Schulzentrum Ahlhorn kernsaniert Nicht nur Schulen und Vereine profitieren

Bürgermeister Thorsten Schmidtke (von links), Bauingenieur Wilko Janßen und Erster Gemeinderat Klaus Bigalke führten durch die sanierten Räume des Sportfunktionsgebäudes in Ahlhorn.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke (von links), Bauingenieur Wilko Janßen und Erster Gemeinderat Klaus Bigalke führten durch die sanierten Räume des Sportfunktionsgebäudes in Ahlhorn.

Christoph Koopmeiners

Ahlhorn - Die Graf-von-Zeppelin-Schule, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und der Ahlhorner Sportverein (ASV) können wieder aus dem Vollen schöpfen. Das sogenannte Sportfunktionsgebäude am Kunstrasenplatz ist kernsaniert und kann wieder als Umkleidetrakt und Materiallager genutzt werden. Seit 2019 mussten sich die Schülerinnen und Schüler in der benachbarten Sporthalle umziehen, die ASV-Fußballer auf dem angrenzenden Vereinsgelände.

Die Kosten

645 000 Euro hat die Gemeinde Großenkneten in das rund 230 Quadratmeter große Gebäude aus dem Jahr 1984 investiert. „Das sind gut 200 000 Euro mehr, als wir vor zwei Jahren kalkuliert hatten“, sagte Erster Gemeinderat Klaus Bigalke, als er am Donnerstag zusammen mit Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Bauingenieur Wilko Janßen durch die Räume führte. Als Grund nannte Bigalke die Preissteigerung im Bausektor. Die Gemeinde muss ein Drittel der Kosten tragen, zwei Drittel werden über das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert.

Das Legionellenproblem

Im Sportfunktionsgebäude gibt es zwei Umkleideräume mit Dusche und Toilette, einen Schiedsrichterraum mit Dusche und Toilette, eine Sprecherkabine, ein Materiallager und einen Technikraum. Vor knapp vier Jahren musste das Gebäude wegen Problemen mit Legionellen stillgelegt werden. Im Januar 2019 war bei der jährlichen Untersuchung des Wassers festgestellt worden, dass die Werte für Legionellen über dem erlaubten Maß liegen.

Weil die thermische Desinfektion nicht mehr richtig funktionierte und die Werte nicht in den Griff zu bekommen waren, kappte die Gemeinde die Fernwärmeleitung zur benachbarten Graf-von-Zeppelin-Schule und legte das Funktionsgebäude still. In der Oberschule waren die Legionellen-Werte unproblematisch. Den Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Gebäudes hatte der Gemeinderat bereits 2016 gefasst. Die daraufhin beantragte öffentliche Förderung wurde jedoch nicht bewilligt.

Die Sanierung

Zur Sanierung gehörte der komplette Rückbau der Sanitär- und Elektrotechnik bis zu den Grundleitungen. Der Estrich wurde herausgestemmt, die Fenster- und Türelemente wurden demontiert. Das Gebäude erhielt eine neue Gasbrennwerttherme und eine Fußbodenheizung. Die Umkleideräume mit Sanitärtrakt wurden mit einer Lüftungsanlage einschließlich Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Räume wurden neu gefliest, die Decken neu gedämmt. Gedämmt wurde auch die Luftschicht des Außenmauerwerks. Zur Stromerzeugung wurde eine zehn Kilowatt-Peak-Photovoltaikanlage aufs Dach montiert.

Was erhalten blieb

Wenn die Schüler und Sportler die neuen Umkleideräume betreten, werden sie auch etwas aus der Zeit vor der Sanierung wiederfinden. Die Garderobenbänke wurden nicht erneuert, da sie im Prinzip noch gut in Schuss sind. Nur das Holz auf den Metallrahmen sieht benutzt aus. Der Kontrast zwischen alt und neu ist sichtbar.

Und noch etwas ist wichtig: Das Sportfunktionsgebäude verfügt über zwei Außentoiletten, die öffentlich zugänglich sind. So können zum Beispiel die Jugendlichen, die fast täglich auf dem angrenzenden Kunstrasenplatz kicken, dort auf die Toilette gehen.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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