Colnrade - Altar und Orgel sind abgedeckt, der Boden ist teilweise geöffnet, es liegt Werkzeug bereit: Der Innenraum der St.-Marien-Kirche in Colnrade ist aktuell eine Baustelle. Entstehen wird unter anderem ein „Raum im Raum“.
Pfarr- und Gemeindehaus wurden verkauft, nachdem sich die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Colnrade und Heiligenloh zusammengeschlossen hatten. Das Geld aus dem Verkauf wird nun zusammen mit Zuschüssen in den Umbau der Kirche investiert, erläutert Hergen Lehnhof, der 16 Jahre lang Kirchenvorstandsvorsitzender war und nun die Bauaufsicht übernommen hat.
Glaselemente
Die größte optische Veränderung wird der Gemeinderaum sein, der derzeit im Eingangsbereich entsteht. Wenn man die Kirche durch die Haupteingangstür betritt, steht man künftig in einem durch eine Glaswand abgetrennten Bereich. Auch oben erhält dieser Glaselemente, damit genug Licht hineinfallen kann.
So etwa soll das Ergebnis in der Kirche aussehen. Über die Farbgebung des neuen Raums ist noch nicht endgültig entschieden. Grafik: Kirchengemeinde
Dieser Raum soll für das kirchliche Leben genutzt werden, erklärt Lehnhof, beispielsweise für Konfirmanden- oder Seniorennachmittage. Bei kleineren Gottesdiensten könne der Raum geschlossen bleiben, bei größeren – wie an Weihnachten – kann die Glastrennwand aufgeschoben und der Bereich wieder mit genutzt werden. Das habe auch den Vorteil, dass nicht immer die gesamte Kirche geheizt werden muss, sei also energiesparend, so Lehnhof.
In dieser Hinsicht wird noch mehr getan: Die alte Heizung wird erneuert. In dem abgetrennten Bereich werden für die effiziente Energienutzung vor die jetzigen Kirchenfenster ergänzend zweite Fenster installiert. Außerdem werden ein Wasseranschluss gelegt und eine kleine Teeküche plus Abstellraum eingebaut. Ein behindertengerechtes WC ergänzt die Umbaumaßnahmen in der Kirche.
Die Stufen verschwinden: An der Seite entsteht ein barrierefreier Eingang. Foto: Jana Budde
Um den Zugang zu erleichtern, wird zudem der Seiteneingang umgebaut. Wo jetzt noch einige Stufen zu bewältigen sind, wird ein barrierefreier Eingang entstehen, sagt Lehnhof. Um das zu ermöglichen, wird der Weg leicht angehoben.
Abschluss im August?
Die Umbauarbeiten laufen seit April, abgeschlossen werden sollen sie laut Planungen im August. Vermutlich werde die Kirche dann mit einem etwas größeren Gottesdienst eingeweiht.
