Wildeshausen - „Kommt einfach näher. Wir brauchen den Kontakt zu euch. Es ist drei Jahre her, dass ich auf der Bühne stand. Ihr könnt es mir glauben, mir geht die Pumpe“, sprach Sänger Martin Scholz die Wildeshauser direkt an. Viele von ihnen hatten am Samstagabend den Weg zum Marktplatz, dem zentralen Punkt, genommen.
Damit dauerte es ein bisschen, dass Scholz, der einst in der von Dieter Bohlen produzierten Boygroup „Touché“ bekannt wurde, mit Sängerin Lena Jankowski und Gitarrist Jan Frerichs die Stadtfestbesucher vor der Bühne an der Westerstraße hatte. Kurzerhand sprang Scholz von den Bühnenbrettern herunter und holte nach und nach das Publikum direkt vor die Bühne. Dann kam mit dem Sound der 90er-Jahre die Musik schnell in den Beinen an.
Marktplatz gut besucht
„Buddy & Soul“ spielten am Samstagabend auf dem Marktplatz.
Peter Kratzmann
Stelzenläufer unterhielten am Sonntag die Besucherinnen und Besucher in der Innenstadt.
Jana Budde
Die Tierschutzgruppe hatte einen Flohmarkt organisiert.
Jana Budde
Spielten am Sonntag an der Huntestraße: „Silvy Braun meets Detlef Blanke“.
Jana Budde
Am Sonntagnachmittag füllten sich die Straßen.
Jana Budde
Das Musikkorps Wittekind spielte am Sonntag an verschiedenen Orten in der Innenstadt.
Jana BuddeMit dem Tanzen war es vor der Marktplatzbühne etwas schwieriger: Hier war es voll. Damit hatte es die Formation „Buddy & Soul“ ein Stück einfacher. Das Acoustic-Duo coverte bekannte Hits und brachte eigene Stücke ein. Buddy (Holger Bürgel aus Vechta) und Soul (Calle Meiner aus Dinklage) schreckten in ihrem Programm auch nicht vor augenzwinkernden Parodien zurück.
Schon am Nachmittag hatte Mats Elders auf der Bühne an der Huntestraße seine Visitenkarte als Lokalmatador abgegeben. Außerdem stand „Herr Jan“ mit einem bunten Abenteuer für die ganze Familie schon am frühen Nachmittag auf der Marktplatz-Bühne: Er rappte und sauste mit seiner „Superbänd“ über die Bühne. Damit war Teil eins des Stadtfests, der Samstag, ein voller Erfolg.
„Gerne wieder“
Der Sonntag war wieder geprägt von viel Musik. Aber auch der „Schnäppchenmarkt“ lockte Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt: Viele Geschäfte hatten von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
Organisiert hatte das Programm Wirt Frank Stauga. Dieser zeigte sich Sonntag sehr zufrieden mit dem Verlauf. Das Stadtfest sei gut besucht und vor allem die Kombination mit dem Schnäppchenmarkt am Sonntag funktioniere gut, da es sich ergänze. „Gerne wieder“, fasste er kurz zusammen.
Zufrieden war auch Maik Schulze von der Gilde-Buchhandlung. Zwar sei es schade, dass am oberen Ende der Westerstraße keine Buden stehen, da dadurch viele Besucher ihren Weg nicht dorthin finden. Dennoch sei der Zuspruch nicht schlecht gewesen. Und, fast wichtiger: „Die Leute waren entspannt und gut drauf. Die Normalität kehrt zurück“, bemerkte er einen Unterschied zum vergangenen Jahr. „Das ist ein wunderbares Zeichen.“
