Ahlhorn - „Ahlhorn – nicht nur nebenan, sondern auch mittendrin“: Dieser Slogan steht für die Arbeit von Kerstin Korte. Sie wechselte Anfang des Jahres von der Jugendpflege und vom Seniorenbeirat in der Gemeinde Großenkneten zum Projekt Gemeinwesenarbeit. Diese Aufgabe beschreibt quasi die menschliche Komponente des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ in Ahlhorn. Investitionen wie das Jugendzentrum, Kitas, die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt oder den Mehrgenerationenplatz sind eine Seite, das Miteinander im Ort eine andere. „Es kommt auf gute Nachbarschaften an“, sagt Korte. „Die kann aber nur entstehen, wenn sich die Menschen kennenlernen.“ Deshalb planen Kerstin Korte und ihre Kollegin Julia Timm vom Quartiersmanagement im „Zeppelin“ am Samstag, 23. September, von 12 bis 17 Uhr auf dem Gelände der Grundschule in Ahlhorn ein Nachbarschaftsfest. Es soll Menschen zusammenbringen. Deshalb sind alle Bürger willkommen.
Diverse Akteure dabei
Korte und Timm konnten bereits diverse Akteure für das Nachbarschaftsfest gewinnen. Darunter sind die Johanniter, der Jugendtreff, Kindergärten, die Diakonie, die Ländliche Erwachsenenbildung, der Präventionsrat, die Grundschule, der Sanierungsbeirat, der Ahlhorner Sportverein, der Budoclub, der Turnverein Ahlhorn, die Freiwillige Feuerwehr oder auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. „Die einzelnen Akteure stellen sich vor und bieten Aktionen an“, erklärt Timm. Beispielsweise macht die Bläserklasse des Gymnasiums Musik und die Feuerwehr erklärt an Fahrzeugen ihre Arbeit. Die Johanniter bringen nicht nur einen RTW mit, sondern auch Kisten, die gestapelt werden können. Und die Kinder der Tanzgruppe „Happy Feet“ des TV Ahlhorn demonstrieren, was sie schon in jungen Jahren gelernt haben.
Bei einem Fest dürfen Essen und Trinken nicht fehlen. „Wir haben Bürger aus dem Quartier angesprochen haben, ob sie etwas Kochen oder Backen wollen“, erzählt Korte. „Die Bereitschaft ist groß.“ So werden am 23. September internationale Gerichte aufgetischt. Gratis. „Dazu gehört selbstverständlich auch die deutsche Küche“, betont Korte.
Menschen ansprechen
Um im Sanierungsgebiet im Ahlhorner Ortskern voranzukommen, gehen Julia Timm und Kerstin Korte auf die Menschen zu und bieten ihre Hilfe an. „Ich habe eine Rumänin an meiner Seite, die mehrere Sprachen spricht und mir behilflich ist“, sagt Korte. Sie würden unter anderem die Wohnblocks in der Kapitän-Strasser-Straße, Mozartstraße und Händelstraße ansteuern. Es spreche sich herum, dass Timm und Korte bei Dingen des täglichen Lebens behilflich sind. „Da wir zu zweit sind, ist eigentlich fast immer jemand im Zeppelin erreichbar“, sagt Timm. „Unsere Tür steht in der Regel offen.“ Die beiden Frauen hätten in den vergangenen Monaten festgestellt: Wenn man Leute kennenlernt, kann etwas richtig Gutes entstehen.
Damit möglichst viele Bürger zum Nachbarschaftsfest kommen, werden Postkarten in Briefkästen gesteckt. Darauf stehen unter anderem die Worte „Gute Nachbarschaft“ in diversen Sprachen.
