Wildeshausen/Landkreis - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg hat im Dezember wie in den beiden Vormonaten unter der Drei-Prozent-Marke gelegen. Die Agentur für Arbeit meldete eine Quote von 2,9 Prozent (Dezember 2020: 3,7). 2172 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet, das waren 16 weniger als im Vormonat.
Arbeitsmarkt abwartend
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt werde weiterhin von der Pandemie beeinflusst, sagt Marc Brouwer, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wildeshausen. So komme es bei Neueinstellungen zu Verspätungen. Zudem seien viele Saisontätigkeiten weggefallen – etwa wegen eingeschränkter Weihnachtsmärkte. Brouwer appelliert: „Die Zahl der Corona-Infektionen setzt auch dem Arbeitsmarkt zu. Selbstdisziplin bei der Einhaltung der Corona-Regeln und sich impfen zu lassen ist nicht nur für die Gesundheit aller wichtig, sondern ebenso für die Wirtschaft.“
Im Landkreis haben im Dezember 46 Unternehmen für bis zu 372 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Im Zeitraum zwischen April und Dezember 2021 gab es insgesamt 150 Anzeigen von Betrieben für 1961 Arbeitnehmer. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1492 Anzeigen für 17860 Menschen. Diese Anzeigen stellen Unternehmen nach Angaben der Agentur für Arbeit häufig vorsorglich, um im laufenden Geschäftsbetrieb flexibel agieren zu können. Es liegen erste Zahlen darüber vor, in welchem Umfang Unternehmen im Agenturbezirk tatsächlich Kurzarbeit in Anspruch genommen haben: Demnach haben im Landkreis Oldenburg im Juni dieses Jahres 295 Betriebe Kurzarbeit durchgeführt, betroffen waren 1589 Beschäftigte.
1406 freie Stellen
Am 30. Juni 2021, waren im Landkreis insgesamt 40153 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Dezember waren 1406 freie Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber November ein Rückgang von 53 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 300 Stellen mehr. Im Dezember haben 1.026 Frauen und Männer Arbeitslosengeld I erhalten. Das Jobcenter des Landkreises Oldenburg betreute im Dezember 2450 Bedarfsgemeinschaften. In den Bedarfsgemeinschaften gab es 3465 erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
