Brettorf - Seit Jahren ist er Thema: der geforderte Neubau des Radwegs auf dem Stedinger Weg in Brettorf. Die Anwohnerinnen und Anwohner gehen aber mittlerweile davon aus, dass eine Umsetzung in den kommenden Jahren – auch wegen der Haushaltssituation der Gemeinde Dötlingen – nahezu unmöglich ist. „Wir brauchen jetzt Interimsmaßnahmen“, betont Andreas Meyer. Deshalb hat er zusammen mit weiteren Anwohnern zwei Anträge bei Gemeinde und Landkreis eingereicht. Sie fordern zwischen dem Bahnhof Brettorf und der Kreuzung mit der Iserloyer Straße eine Geschwindigkeitsreduzierung und die Einrichtung von Schulbushaltestellen.
Gefährliche Situationen
Außerorts darf 100 Stundenkilometer gefahren werden. Zu schnell, finden die Anwohner – zumal laut einer Verkehrszählung der Gemeinde im Oktober 2020 ein sehr hohes Verkehrsaufkommen mit hoher gefahrener Geschwindigkeit festgestellt worden sei. „Einige Streckenabschnitte sind unübersichtlich für den schnellen Verkehr“, heißt es in dem Antrag, den 55 Personen unterzeichnet haben. „Autofahrer und Lkw-Fahrer können dabei Abstände falsch einschätzen und Verkehrsteilnehmer übersehen.“ Regelmäßig komme es zu gefährlichen Situationen.
Neben der Temporeduzierung fordern die Anwohner eine Markierung für einen Radweg – unabhängig der bisherigen Planungen für einen Radwege-Neubau, betont Meyer im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem solle der CDU-Antrag vom Juli 2021 noch einmal geprüft werden, in dem diese Alternativen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eingebracht hatte.
Auf der zwischen 5,60 und 5,70 Meter breiten Straße komme es auch zu Gefahrensituationen für Kinder, die zum Beispiel zur Schule fahren: Im zweiten Antrag, den 54 Personen unterschrieben haben, geht es daher um die Schulwegsicherheit. Die Anwohner bitten Bürgermeisterin Antje Oltmanns und den Rat, sich für eine Änderung der Schulbuslinien mit Einrichtung von Bushaltestellen sowohl inner- als auch außerorts einzusetzen. Oliver Zilski vom Schulamt des Landkreises Oldenburg habe bei einem Ortstermin im April 2021 darauf hingewiesen, dass eine Buslinienführung möglich sei – bei jeder Fahrt müssten dann drei Minuten mehr eingerechnet werden. Die Anwohner hatten angeregt, die Linienführung vor dem Hintergrund des Wandels im Dorf zu überprüfen und gegebenenfalls Haltestellen wegzunehmen. Problempunkte und Lösungsansätze reichten sie zusammen mit dem Antrag beim Arbeitskreis der Gemeinde „Sichere Schulwege“ ein.
Landrat soll unterstützen
In beiden Anträgen bitten die Antragsteller auch Landrat Christian Pundt um Unterstützung. Zudem werden die Dötlinger Kreistagsabgeordneten um Begleitung des Anliegens gebeten. Bisher habe die Gemeinde zögerlich gehandelt, fasst Meyer zusammen: „Wichtig ist, dass sie jetzt an diesen Themen arbeitet.“
