Steinkimmen - Groß ist er im deutschlandweiten Vergleich nicht, aber selbst Besucher aus Köln sprechen dem Campingplatz Falkensteinsee eine besondere Atmosphäre zu: „Wir kommen immer wieder gerne hierher“, sagte Martin Reichel von der Produktionsfirma Good Times. Zusammen mit seinem Kollegen Julius Stoll hat er den Ferienpark in Steinkimmen jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen von Köln aus besucht, um Aufnahmen für den TV-Sender Kabel Eins zu machen. „Den Namen der Sendung können wir noch nicht verraten, aber wir haben hier nette Geschichten von Dauer- und Durchgangscampern gefilmt“, gab sich Reichel geheimnisvoll. Im Verlauf des Sommers soll der Beitrag im Fernsehen zu sehen sein.
Für Bild und Ton waren während der Dreharbeiten Christoph Dziallas und Dennis Drechsler vom TVA Studio Nord aus Bremen verantwortlich. „Es ist schön, auch mal ein ,Heimspiel’ machen zu können. Das ist nett hier“, sagte Drechsler. Sonst sind seine Kollegen und er für Aufnahmen im ganzen Norden unterwegs, der Falkensteinsee war eine willkommene Abwechslung. „Und das Restaurant hier ist sehr gut!“, lobte er.
Im März letzten Jahres war erstmals ein TV-Team von Kabel Eins an den Falkensteinsee gekommen, als ein Beitrag für die Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ gedreht wurde. Dieses Mal ging es aber um Alltagseindrücke vom Campingplatz. „Das ist wie ein Dorf im Dorf“, beschreibt Martin Reichel. „Der Lebensmittelladen stellt gefühlt den Mittelpunkt dar, wo sich alle treffen.“ Grundsätzlich sei ein Wandel in der Szene zu beobachten. „Man sieht jetzt mehr junge Leute“, sagte Julius Stoll. Die Besonderheiten des Lebens auf dem Platz würden auch nicht immer sofort auffallen. „Es gibt einige ungeschriebene Regeln, die man erst nach und nach lernt“, so Reichel.
Das TV-Team filmte nicht nur Gäste, sondern begleitete auch die Betreiber Rieke Meiners und Rik Geiger. Diese freuen sich über den Zustrom an Gästen. „Wir merken die Coronakrise in der Gastronomie noch deutlich“, sagte Rieke Meiners. „Die Nachfrage auf unserem Platz ist aber groß.“ Seit dem 11. Mai habe es wenig Probleme gegeben, die jeweils erlaubte Anzahl an Gästen zu erreichen. Grund dafür sei auch eine gestiegene Bekanntheit durch die Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“. Für den Sommer rechnet Meiners daher mit mehr Anfragen, als Stellplätze vorhanden sind.
