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Klimaschutz im Landkreis Oldenburg Grüne Hausnummern sollen zum Nachmachen anregen

Ausgezeichnete Bauherren: Landrat Carsten Harings (vorn, rechts) verlieh im Hotel Backenköhler in Stenum die Grüne Hausnummer für besonders energieeffizientes Bauen oder Sanieren.

Ausgezeichnete Bauherren: Landrat Carsten Harings (vorn, rechts) verlieh im Hotel Backenköhler in Stenum die Grüne Hausnummer für besonders energieeffizientes Bauen oder Sanieren.

Stenum - Insgesamt 50 Grüne Hausnummern hat Landrat Carsten Harings zwischen 2017 und 2019 an Hausbesitzer und Bauherren aus dem Landkreis Oldenburg übergeben, die ihre Wohngebäude besonders klimafreundlich errichtet oder saniert hatten. Jetzt ist die Zahl der Grünen Hausnummern im Kreisgebiet auf 81 gestiegen: Am Montagabend zeichnete Harings zusammen mit Manuela Schöne, Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Yvonne Hermann vom Bauordnungsamt sowie Gerhard Krenz von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen im Hotel Backenköhler in Stenum die Preisträger der Jahre 2020 und 2021 aus. Pandemiebedingt hatte die Ehrung im vorigen Jahr ausfallen müssen.

„Eine Ecke zulegen“

Auf das Klima hat sich der Lockdown im ersten Corona-Jahr unterdessen positiv ausgewirkt. So sei der CO 2 -Ausstoß deutlich geringer ausgefallen als üblich, erklärte Harings in seiner Ansprache, doch dieser Effekt sei nicht nachhaltig. „Der Klimawandel ist weiter da.“ Und er sei deutlich sichtbar, sagte der Landrat unter Verweis auf die jüngste Hochwasserkatastrophe. „Wir müssen noch eine deutliche Ecke zulegen“, sagte er über die Bekämpfung der Erderwärmung.

Die Preisträger

Für das Jahr 2020 bekamen 23 Bauherren eine Grüne Hausnummer verliehen. Für die energieeffiziente Sanierung eines Bestandsgebäudes ausgezeichnet wurden Anke Hofmeister-Bölk und Karsten Bölk (Hatten), Daniel Drunagel (Colnrade), Ingeborg Krüger-Rößler und Andreas Rößler (Ganderkesee), Bryan Liebl (Wardenburg) sowie Frank und Elisabeth Spenner (Wildeshausen).

Für Neubauten, die als KfW-Effizienzhaus 55 oder 40 (plus) errichtet worden sind, wurden 2020 ausgezeichnet: Christin Borchers (Wildeshausen), Stephanie Stöver-Cordes und Lüder Cordes (Wildeshausen), Wolfgang Denker (Hude), Marco Eissen (Ganderkesee), Roman Goedeke (Ganderkesee), Johann Haberlach (Wildeshausen), Verena und Michael Luers (Wildeshausen), Diana und Martin Nüßler (Harpstedt), Felix Poppe (Wildeshausen), Sabine und Jens Schneidewind (Hude), Petra und Thomas Schoop (Harpstedt), Benjamin Stanke (Hatten), Stawaritsch Lichtenau GbR (Dötlingen), Detlef Urbanke (Hatten), VR-Immobilien Wildeshauser Geest GmbH (Wildeshausen) sowie Denise Wagner und Sören Janßen (Wildeshausen).

Je einen Sonderpreis für ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus bekamen Thorsten Albes und das Reitstiefelatelier Sabine Albes (Wildeshausen) sowie Heiko Posegga (Hude) verliehen.

Für 2021 erhielten folgende Bauherren die Grüne Hausnummer sowie die zugehörige Urkunde für ihre Neubauten: Simon und Kirsten Addicks (Hude), Klaudia Kontra und Thorsten Hagstedt (Ganderkesee), Stephanie und Tammo Kuhn (Wardenburg) sowie Maren und Franz Nieper (Hatten). Für die energieeffiziente Sanierung eines Bestandsgebäudes ausgezeichnet wurden Viola Iken-Kirwan (Wildeshausen), Margret Hauk (Harpstedt), Fabian Oltmanns (Hude) sowie Sarah und Fabian Schritt (Huntlosen).

Von einem erheblichen Wirkungsgrad gekennzeichnet sei der Bausektor, so Harings weiter. Bauherren, die ihre Neubauten als KfW-Effizienzhaus 55 oder sogar mit einer noch höheren Energieeffizienz errichtet oder Bestandsgebäude energetisch saniert haben, würden sich vorbildhaft für den Klimaschutz einsetzen, was es zu honorieren und zugleich sichtbar zu machen gelte.

Ehrgeiziges Projekt

Welchen Einsatz es erfordern kann, einen Altbau für die heutige Zeit fit zu machen, berichtete am Montag der Huder Fabian Oltmanns. Zusammen mit Familie und Freunden hat er größtenteils in Eigenleistung ein reetgedecktes Bauernhaus aus dem Jahr 1890, das zuletzt in den 60er-Jahren modernisiert worden war, saniert. Unter anderem waren in zweijähriger Umbauzeit die Außenwände in Holzrahmenbauweise erneuert, der Boden abgetragen und mit Dämmung erneuert sowie eine Lüftungsanlage, eine Fußbodenheizung und Wärmepumpentechnik eingebaut worden. Fachlich begleitet hatte Energieberater Markus Pape das Projekt.

21 Immobilieneigentümer und zwei Sonderpreisträger, die bereits 2020 ausgezeichnet worden wären, erhielten am Montagabend ihre Urkunden für den Neubau von KfW-55- und KfW-40(plus)-Effizienzhäusern oder die energieeffiziente Sanierung von Bestandsgebäuden. Ihre Grünen Hausnummern hatten sie bereits im Vorfeld der Ehrung erhalten. Acht Bauherren aus dem Kreisgebiet wurden für das laufende Jahr mit der Grünen Hausnummer und einer Urkunde ausgezeichnet.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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