Stenum - Im Stenumer Holz der Niedersächsischen Landesforsten ist jetzt die neue Mitternachtsbrücke eingeweiht worden. Bei Finanzierung und Bau der Brücke haben der Ortsverband Hude-Bookholzberg des Technischen Hilfswerks (THW), der Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum, die Gemeinde Ganderkesee und die Niedersächsischen Landesforsten zusammengearbeitet.
Gebaut in sechs Tagen
Bereits im September 2018 musste die alte Mitternachtsbrücke aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Seitdem war der beliebte Waldweg für Spaziergänger gesperrt. Trotz der Sperrung seien Waldbesucher oftmals über das Bachbett gelaufen und hätten somit riskiert, nasse Füße zu bekommen, so Revierförster Jens Meier von den Niedersächsischen Landesforsten. Das ist jetzt nicht mehr nötig.
Die Planung einer neuen Brücke hatte sich erst wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten erschwert. Im Juni dieses Jahres luden dann das Forstamt Neuenburg und die Gemeinde Ganderkesee den Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum und den THW-Ortsverband zu einem gemeinsamen Termin ins Stenumer Holz ein. Danach war man sich einig, die Kosten und die Arbeit zu teilen. Im Oktober schließlich wurde die neue Mitternachtsbrücke innerhalb von sechs Tagen gebaut.
„Drei Douglasien aus dem Stenumer Holz wurden von der Revierförsterei Hasbruch gefällt und für den Bau der Brücke gespendet“, sagt Jens Meier. „Diese Holzart wurde ausgewählt, weil die Douglasie besonders lange haltbar ist.“ Zurechtgesägt wurden die Stämme vom mobilen Sägewerk Neuhatten.
Für das Sägewerk und Kleinmaterialien ist die Gemeinde Ganderkesee aufgekommen, welche auch das Fundament der Brücke errichtet hat. Für den eigentlichen Brückenbau ist das THW Hude-Bookholzberg verantwortlich. „Aus unserer Jugendgruppe haben auch circa zehn Jugendliche beim Brückenbau mitgeholfen“, sagt Arne Wiechmann vom THW Ortsverband Hude-Bookholzberg. „Und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, fügt Matthias Zilkens, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Schierbrok-Stenum, hinzu.
Kosten um die 3000 Euro
Insgesamt hat der Bau der neuen Mitternachtsbrücke laut Jens Meier um die 3000 Euro gekostet. „Die Kosten waren nicht allzu hoch, weil viele Baumaterialien wie das Douglasien-Holz gestiftet wurden und weil wir durch das mobile Sägewerk auch keine langen Arbeitswege hatten“, fährt Jens Meier fort.
Waldspaziergänger dürfen sich über die neu eröffnete Brücke freuen. 30 bis 40 Jahre soll diese halten. Der Name der Mitternachtsbrücke ist übrigens nicht zufällig gewählt. „Die erste Brücke wurde zwischen 1984/85 gebaut. Die Bauarbeiten für die alte Brücke wurden damals erst um Mitternacht beendet und so hat die Brücke ihren Namen bekommen“, erzählt Lothar Meyer vom Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum.
