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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Stolz auf das Haus Müller

29.07.2017

Das Kulturhaus Müller gehört ohne Übertreibung zu einer festen Größe in der Kulturszene, und das nicht nur in der Gemeinde Ganderkesee. Im Januar 2008 gründete sich der Freundeskreis Kulturhaus Müller, der dieses Haus fortan mit Leben erfüllte.

Von der ersten Stunde mit dabei ist Hans-Günter Bogun (74). Freunde nennen ihn auch ganz einfach „Hannes“. „Ich bin zwar kein gebürtiger Ganderkeseer, aber ein echter Niedersachse“, sagt Hannes Bogun von sich.

Die ersten Jahre seiner Kindheit verbrachte er in Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn. Da die Möglichkeiten nach Kriegsende begrenzt waren, machten Hannes und seine drei Brüder den nahe gelegenen Wald zu ihrem bevorzugten Spielplatz. Im Sportverein von Hankensbüttel wurde zudem Turnen angeboten. „Ich habe zwar dort mitgemacht, aber gut war ich nicht.“

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Sein Vater war Bauingenieur und hatte 1954 eine neue Stelle in Wolfsburg angenommen. Für Hannes und seine Familie hieß es nun Abschied nehmen vom beschaulichen Hankensbüttel.

Tolle Konfirmandenzeit

An seine Konfirmandenzeit denkt Hannes Bogun gerne zurück. Der Kontakt mit der Kirche gefiel ihm so gut, dass er sich nach seiner Konfirmation dem Christlichen Verein junger Menschen (CVJM) anschloss. „Die Freizeitaktivitäten waren fast mit denen der Pfadfinder zu vergleichen. Besonders viel Spaß haben mir natürlich die Freizeitfahrten gemacht“, erzählt Hannes Bogun. Beruflich wollte er gerne in die Fußstapfen seines Vaters treten. Nach seinem Realschulabschluss machte er zunächst eine Lehre als Maurer. „Natürlich gehörte in der damaligen Zeit auch das Bierholen zu meinen Aufgaben“, lächelt Hannes Bogun. Nach seiner Ausbildung arbeitete er noch kurz als Geselle, bevor er in Hildesheim die Ingenieurschule besuchte. Nach sechs Semestern hatte er seine beruflichen Ambitionen erreicht und konnte gleich eine Stelle als Hochbauingenieur bei der Deutschen Post antreten, zunächst in Hannover und später in Bremen.

Umschulung zum Lehrer

Was wäre gewesen, wenn er seine Maike nicht kennengelernt hätte? Vielleicht wäre Hannes Bogun bis zu seiner Pension Bauinspektor bei der Post geblieben. Doch bei einem Besuch bei seinem Bruder und seiner Schwägerin in Heiligenrode lernte er seine spätere Ehefrau Maike kennen. Sie war, genau wie seine Schwägerin, Lehrerin. „Lehrer, auch nicht schlecht“, dachte sich Hannes Bogun. „Bei der Post wäre ich ein reiner Verwaltungsmensch geworden, das war mir zu wenig.“ So suchte er mit seinen 30 Jahren eine neue berufliche Herausforderung. Zunächst fünf Semester Studium auf Lehramt in Hannover und anschließend zwei Jahre als Referendar in Bremen. Seine erste Anstellung bekam er an einer Berufsschule in Bremen.

Seit 1974 haben Maike und Hannes Bogun ihren Wohnsitz in Ganderkesee. „Wir wollten gerne im Umfeld von Bremen wohnen, und da hat uns Ganderkesee sehr gut gefallen.“ In unmittelbarer Nähe ihres Hauses war der Tennisplatz am Schlutterweg. Hannes Bogun wurde ein leidenschaftlicher Tennisspieler und engagierte sich auch in der Vereinsarbeit vom Ganderkeseer Tennisverein (GTV). Aus gesundheitlichen Gründen kann er heute aber nicht mehr spielen, was er sehr bedauert.

Beruflich war Hannes Bogun eigentlich wunschlos glücklich, wäre da nicht der tägliche Weg zur Berufsschule gewesen. Durch immer mehr Verkehr wurde die Fahrt nach Bremen immer beschwerlicher und dauerte oft über eine Stunde. Als er durch Zufall hörte, dass ein Kollege aus Wildeshausen gerne in Bremen unterrichten würde, griff Hannes zu. Von 1984 bis zu seiner Pensionierung unterrichtete er insgesamt 24 Jahre an der Berufsschule in Wildeshausen. Sein Sohn Florian (42) hat es ihm nachgemacht und ist ebenfalls Berufsschullehrer, allerdings in Delmenhorst. Tochter Sarah (38) hingegen hat ihren Lebensmittelpunkt nach England verlegt.

Engagement für Kunst

„Jetzt als Pensionär hast du ja Zeit, dich um andere Dinge zu kümmern. Da soll ein Freundeskreis für das Haus Müller gegründet werden, und da bist du doch genau der Richtige“, meinte ein Freund zu ihm. Schon als junger Mann hatte Hannes Bogun in Wolfsburg gerne Kunstausstellungen besucht und Kurse belegt, zum Beispiel für Aquarellmalerei. „Ich habe schon länger nicht mehr gemalt, möchte aber jetzt einmal Acryl versuchen“, verrät Hannes Bogun. Noch heute ist er seinem Freund für den Hinweis, sich für das Haus Müller zu engagieren, dankbar. „Das ist ein kulturelles Kleinod, um das uns viele andere Gemeinden beneiden!“ Seine Idee war es auch, den Schülerkunstpreis auszurufen, um junge Menschen für die Kunst zu interessieren. Am kommenden Wochenende gibt es aber erst einmal das traditionelle Sommerfest im Kulturhaus Müller, und das steht in diesem Jahr unter dem Motto „Weiße Nacht im Sommergarten“. Ob Hannes Bogun und seine Ehefrau dort ganz in Weiß auftreten werden, das wird noch nicht verraten.

Hannes Bogun,Initiator des Ganderkeseer Schülerkunstpreises

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