Streekermoor - Ein großer Kran, mehrere Bagger, viel Material: An der Ecke Mühlenweg/Löwenzahnweg laufen die Arbeiten an der neuen Kindertagesstätte auch in der Corona-Krise weiter. Jetzt steht fest, wer die Kita im Alltag leiten wird. Kürzlich hat der Rat der Gemeinde Hatten im nichtöffentlichen Teil beschlossen, dass die Kommunale Kindertagesstätte „Löwenzahn“ von der Gemeinde Hatten selbst in Trägerschaft geführt wird.

Ursprünglich beworben hatten sich auch die Katholische Kirche und der Verein „Lebenshilfe“. Die Kirche zog vorzeitig zurück, den Ausschlag gab am Ende die Überlegung, dass beim Führen der Einrichtung in Eigenregie, bessere Synergieeffekte mit anderen kommunalen Einrichtungen entstehen, so Bürgermeister Christian Pundt. „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass die Eltern wissen, dass der Rat und die Verwaltung die Kinder und damit auch die Eltern im Blick hat, um tolle Betreuungsangebote vorhalten zu können.“ Anmeldungen für die Kita „Löwenzahn“ sollen in Kürze über das Elternportal der Gemeinde möglich sein, heißt es aus dem Rathaus.

Die Gemeinde investiert auf dem Areal gegenüber dem neuen Feuerwehrstandort etwa vier Millionen Euro in den Bau. Die Kita bietet insgesamt Platz für drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen. Die Betreuungseinrichtung wird eine der modernsten ihrer Art. Stichwort Energieversorgung: Das Gebäude soll durch den Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Nutzung von Solarstrom beinahe vollständig ohne fossile Energieträger auskommen. Die Stromversorgung erfolgt über das benachbarte Feuerwehrhaus der Sandkruger Ortswehr, deren Dachfläche mit Solarmodulen ausgestattet ist.

Entworfen hat das Bauwerk der Sandkruger Architekt Michael Pohl. Bezogen auf die energetische Versorgung und Verknüpfung mit dem Feuerwehrhaus spricht die Verwaltung von einem „Pilotprojekt“. Mit einem Bezug der neuen Kita ist, wenn alles glatt läuft, Anfang 2021 zu rechnen.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten