Streekermoor - Da ist für Autos derzeit kein Durchkommen: Der Radweg in Sandkrug an der Kreisstraße 235 (Mühlenweg) wird zwischen Sommerweg bis Borchersweg auf einer Länge von rund 1,7 km saniert. Nach dem Start am Dienstag voriger Woche sind die Tiefbauarbeiter damit beschäftigt, die Oberfläche der Nebenanlage abzufräsen. Während der Bauphase, die nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr noch bis zum 17. September andauern kann, ist der Mühlenweg in dem Bereich nicht durchgehend nutzbar. Da allerdings an der Straße selbst keine Veränderungen vorgenommen werden, bleibt dieser Bereich für Baufahrzeuge, Feuerwehr und alle privaten Anlieger befahrbar.
Viele Unfälle
Zumindest eine Ratsfraktion wünscht sich allerdings, dass möglichst bald auch an der Kreuzung Mühlenweg/Dorfstraße endlich Bauarbeiter zu sehen sein werden: Die FDP macht sich seit Jahren schon für den Umbau dieses Bereiches in einen Kreisverkehr stark. Anfangs scheiterte das an dem K.O-Argument, dass es sich hier gar nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt. Mittlerweile haben alle beteiligten Behörden angesichts der Zahlen ihre Einschätzung geändert. Die große, eigentlich recht gut einsehbare Kreuzung gilt offiziell als Unfallschwerpunkt. Erst in diesem Jahr sind Stoppschilder versetzt und zusätzliche Haltelinien gezogen worden. Das grundsätzliche Problem aber bleibt: Je nachdem, aus welcher Richtung die Autos anrollen, sind sie deutlich unterschiedlich schnell. Vom Köhrmann-Hof aus sind 100 km/h erlaubt, vom Gesellschaftshaus Ripken und aus Richtung Hatter Landstraße 70 km/h, aus Richtung Hotel Meiners 50 km/h.
Geld im Haushalt
„Alle bisherigen Maßnahmen haben nichts an der Gefährlichkeit der Kreuzung verändert“, sagt FDP-Ratsherr Stephan Möller. Auf einem Ortstermin, längst nicht dem ersten, waren sich die Liberalen mit Hattens Bürgermeister einig, dass die Zeit drängt. Immerhin: „Geld für den Umbau haben wir im aktuellen Haushalt drin“, bestätigte Christian Pundt. Das Planungsbüro Thalen Consult befinde sich in Abstimmung mit dem Landkreis. Man hoffe auf eine Planreife bis nach den Sommerferien. Die Gemeinde muss 50 Prozent der insgesamt 750 000 Euro teuren Baumaßnahme selber finanzieren. Die andere Hälfte trägt der Kreis. Dort, so Pundt, sei die Summe noch nicht im Haushalt eingestellt.
Es sei in den Hatter Ratsgremien in der Vergangenheit nicht immer leicht gewesen, das Projekt voranzubringen, lautet das Fazit des FDP-Fraktionsvorsitzenden Niels-Christian Heins. Immer wieder habe man über die gleichen Dinge diskutieren müssen, vor allem die CDU habe „quergeschossen“. „Wir hätten viel schneller sein können“, so seine Überzeugung.
