Wildeshausen - Es geht hin und her im Streit um die Frage, ob Mädchen am Königsschießen beim Kinderschützenfest in Wildeshausen teilnehmen sollten. Die harsche Kritik des Vorstandes der Wildeshauser Schützengilde an ihrer Online-Petition weist die Initiative „Gilde für alle“ jetzt in einer fünfseitigen Mitteilung deutlich und detailliert zurück. Man empfinde sie als unpassend, erklären die Initiatoren. Weder die Veröffentlichung der Petition auf der Online-Plattform Weact/Campact noch die Bewertung als „progressive Politik“ seien als Vorwurf akzeptabel.

Auch die Behauptung der Gilde-Führung, die Petition sei „über ganz Deutschland verteilt worden“, stimme so nicht. Die Aktion erfahre zwar im Internet weltweite Verbreitung, sie werde aber nur lokal beworben. Anhand der Postleitzahlen der Unterzeichner sei erkennbar, dass es sich zum Großteil um Personen aus Wildeshausen handele. Außerdem verteidigen die Mitglieder der Initiative, die sich in ihrer Erklärung zum Teil – wie von der Gilde gewünscht – namentlich präsentieren, ihre Aussagen zur Tradition der Gilde und dem Wunsch nach Teilhabe am Gildefest. Was die Offiziere daran auszusetzen haben, sei „merkwürdig“ und unverständlich. Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, findet einen Link unter der Petition.