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Sturmtief Nadia Ganderkeseer Feuerwehr im Dauereinsatz

Auftakt zu einer ereignisreichen Nacht: In Rethorn musste die Feuerwehr am frühen Samstagabend einen Baum in Höhe der Bahnlinie Bremen-Oldenburg fällen. Bis in den Sonntagmorgen waren die Einsatzkräfte danach unterwegs.

Auftakt zu einer ereignisreichen Nacht: In Rethorn musste die Feuerwehr am frühen Samstagabend einen Baum in Höhe der Bahnlinie Bremen-Oldenburg fällen. Bis in den Sonntagmorgen waren die Einsatzkräfte danach unterwegs.

Thorsten Konkel

Ganderkesee/Landkreis - Das in der Nacht zu Sonntag über Norddeutschland hinwegfegenden Sturmtief „Nadia“ hat auch in der Region für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Die erste Alarmierung in der Gemeinde Ganderkesee erfolgte bereits kurz nach 17.30 Uhr, berichtete Gemeindebrandmeister Bernd Lembke.

„Am Birkenweg in Rethorn, genau an der Bahnstrecke Bremen-Oldenburg, drohte ein Baum umzustürzen.“ Aufgrund weiterer, regionaler Unwetterschäden, war der Bahnverkehr am Samstag schon früh weiträumig zum Erliegen gekommen.

„Baum sägen“ oder „Ast auf Straße“ hieß es anschließend die ganze Nacht hindurch. Auch in Bookholzberg am Lührkenweg, im Ganderkeseer Industriepark, „Am See“ in Rethorn sowie in Bergedorf-Tange musste die Feuerwehr Sturmschäden beseitigen.

Auch Feuer gelöscht

Kurz nach Mitternacht wurde die Ortswehr Schierbrok-Schönemoor erneut zur Hilfe gerufen – diesmal zu einem Schuppenbrand in Heide an der Straße Hogendiek. Der Schuppen entpuppte sich jedoch als Garage, aus der es bereits stark qualmte. In der Garage stand kein Auto. Der Brand war offenbar in der Zwischendecke entstanden. Nach zwei Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Der Sachschaden: rund 10.000 Euro.

Mit der Beseitigung von weiteren Sturmschäden – unter anderem in Schönemoor und Bookholzberg – waren die Einsatzkräfte in der Gemeinde Ganderkesee noch bis gegen 5 Uhr am Sonntagmorgen beschäftigt. Größere Schäden im Landkreis Oldenburg durch den Sturm wurden am Sonntag zunächst nicht bekannt. Auch zu Verkehrsbehinderungen kam es kaum.

Die A1-Anschlussstelle Wildeshausen-Nord war am Samstag gegen 19 Uhr nur kurz durch einen dünnen Baum blockiert. Die Ortswehr Wildeshausen beseitigte ihn.

In Simmerhausen war die Freiwillige Feuerwehr Prinzhöfte mit zehn Kräften drei Stunden lang im Einsatz. „Vor den Höfen“ war eine 1,50 Meter dicke Buche umgestürzt. Auf der Klosterseelter Straße in Dünsen versperrte ein Baum die Fahrbahn und zwischen Holzhausen und Bassum war eine Tanne auf die Landesstraße 776 gestürzt. Ein weiterer umgekippter Baum auf dem Parkplatz der LzO in Harpstedt blockierte die dortige Zufahrt.

Äste und Bäume fallen

Die Feuerwehr Großenkneten beseitigte einen Ast an der Moorbeker Straße. Einigermaßen ruhig blieb es für die Freiwillige Feuerwehr Großenkneten: Außer zwei Säge-Einsätzen an der Moorbeker Straße und der Buchenallee gab es nichts zu tun. In der Gemeinde Hude wehte der Sturm mehrere Bäume am Klosterweg um, einer beschädigte die Telefonleitung. In der Nacht musste noch ein Baum beseitigt werden. Am Sonntagmorgen rückten die Kameraden erneut aus, weil gefallene Bäume am Hochmoorweg und an der St.-Peter-Straße gemeldet wurden. In den meisten Gemeinden mussten Feuerwehrleute am Sonntag wieder die Motorsägen anwerfen. In Wardenburg am Huntedeich bei der Iburg blockierten Bäume den Fußweg. Die Wehren in Achternmeer und Littel waren bereits am Samstagabend im Einsatz. Die einen halfen den Kameraden in Friedrichsfehn, wo ein Baum auf ein Wohnhaus zu stürzen drohte, die anderen machten die Böseler Straße befahrbar. Kreisbrandmeister Andreas Tangemann (Wildeshausen) sprach aus Sicht der Feuerwehr von einer „normalen“ Sturmnacht: „Wir haben schon Schlimmeres erlebt.“ Entscheidend für die glimpflichen Verläufe der Einsätze, so Tangemann, sei vor allem die Jahreszeit gewesen: „Mit Laub an den Bäumen wäre das Wochenende ganz anders verlaufen.“

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee
Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)
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