Wildeshausen - Rund 90.000 Besucher zählt das Wildeshauser Krandelbad jedes Jahr. Das sind – inklusive Schüler und Vereinsmitglieder – rund 300 bis 350 Kunden pro Öffnungstag. Besonders glücklich darüber ist Christopher Howaldt, der seit dem 1. September 2021 offizieller Leiter des Schwimmbads ist. Er hat das Ruder mitten in der lähmenden Corona-Pandemie übernommen, an die er nur ungern zurückdenkt: „Das war schon eine Herausforderung, die hoffentlich so nie wiederkehrt.“
„Tolles Team“ im Krandelbad
Bereut hat der 36-Jährige seine Entscheidung trotzdem nicht: „Wir arbeiten hier toll im Team zusammen und mit Philipp Lücke habe ich einen sehr guten Stellvertreter.“ Nach wie vor ist Howaldt nicht nur in seinem Büro, sondern auch am Beckenrand zu finden, wo er im regulären Schichtdienst bei der Aufsicht hilft. „Das ist mir ganz wichtig, denn ich bin nun mal kein reiner Schreibtischtäter“, so der Badleiter lachend. Ergänzt wird das Aufsichtsteam um Howaldt und Lücke von Lars Osterloh, Hendrik Schulz, Leon Holst und Veronika Bauer. Kassendienst machen Ulrike Brümmer und Nicole Utech. „Im Sommer kann bestimmt auch wieder die Stelle eines Auszubildenden besetzt werden“, hofft Howaldt auf weitere Verstärkung.
Der neue Schwimmbadleiter kommt gebürtig aus Berlin. Später zog die Familie nach Hoya. „Als ich mit der Schule fertig war, habe ich eine dreijährige Ausbildung als Fachangestellter für Bäderbetriebe in Verden gemacht“, berichtet er. Danach ging es für zwei Jahre zur Bundeswehr in Delmenhorst. Es folgten zwei Jahre als Teamleiter im Saunahuus Ganderkesee, bevor Howaldt 2014 ans neu gebaute Hallenbad in Wildeshausen wechselte. Parallel zu seinem Dienst machte der ehrgeizige junge Mann seinen Meister, pendelte an den Wochenenden zur Schule in Saarbrücken. „Das war viel Fahrerei, aber der Einsatz hat sich gelohnt“, bilanziert der begeisterte Hobbysportler, der in seiner Freizeit gerne Motorrad fährt und Triathlon macht.
Neue Angebote in Planung
Das Angebot an Sportkursen will Howaldt auch am Krandelbad weiter ausbauen. „Zusätzlich zu unseren Schwimm- und Aqua-Fitness-Kursen wollen wir nun wieder einen Aqua-Bike-Lehrgang anbieten“, blickt er optimistisch er in die Zukunft. Froh ist der Badleiter, dass die enorme Warteliste an Kindern, die schwimmen lernen wollen, inzwischen abgebaut ist. „Das war uns unheimlich wichtig“, betont er.
Festhalten will er in jedem Fall an den beliebten Aktionen wie zum Beispiel der „School’s-Out-Party“, die Ende Januar knapp 200 Besucher ins Hallenbad gelockt hat. Sehr gut komme auch das „Candlelight-Schwimmen“ an, das das Krandelbad seit zwei Jahren in der dunklen Jahreszeit dienstags von 19 bis 21 Uhr anbietet. Zum Glück müssen die Schwimmer dabei auch nicht frieren, denn das Wasser wird durch die Fernwärme der nahegelegenen Kläranlage beheizt.
