Ganderkesee - Das Wort „Tagespflege“ ist aus Sicht von Andrea Osterthun etwas irreführend. Denn in der Einrichtung, die sie leitet, geht es nicht in erster Linie um die Pflege von älteren Menschen. Stattdessen stehen Geselligkeit und Kontakte im Vordergrund: „Wenn es Tagesbelustigung heißen würde, wäre die Resonanz sicher größer“, meint die Leiterin.

Damit es gar nicht erst zu falschen Vorstellungen kommen kann, lädt die „Tagespflege am Fuchsberg“ für Freitag, 7. Juli, von 14 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür mit Gegrilltem und selbstgebackenem Kuchen ein. Die Einrichtung an der Adelheider Straße 23a in Ganderkesee wird zurzeit von 14 Senioren und Seniorinnen genutzt. „Wir haben noch Plätze frei“, sagt Andrea Osterthun.

Die Tagespflege-Gäste werden morgens zwischen acht und neun Uhr zuhause abgeholt. Am Fuchsberg nehmen sie dann nicht nur Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen in geselliger Runde ein, auch Angebote wie Gedächtnistraining und Sitzgymnastik gehören zum Tagesablauf.

Auch beim Zubereiten des Mittagessens können die älteren Menschen helfen. Darüber hinaus haben sie in den Räumen der Tagespflege die Möglichkeit, Mittagsruhe zu halten und sich zurückzuziehen. Ab 16 Uhr geht es dann wieder zurück ins eigene Zuhause.

Die Tagespflege soll pflegende Angehörige entlasten. Viele Gäste seien nur an einem oder zwei Tagen da, berichtet Leiterin Andrea Osterthun. Auch Menschen im Rollstuhl und Senioren mit leichter Demenz können die Einrichtung besuchen. Examinierte Pflegekräfte sind für die älteren Menschen da, eine vollstationäre Pflege gibt es laut Osterthun aber nicht. Die Kosten für die Tagespflege werden überwiegend von der Pflegekasse übernommen. Das sei auch der Grund, warum es sich bei „Tagespflege“ um einen feststehenden Begriff handele, erläutert die Leiterin. Wer möchte, kann in der Tagespflege am Fuchsberg einen Probetag absolvieren.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee