Ohne Horst Scherschanski gäbe es die Sportgemeinschaft (SG) Bookhorn nicht. Gemeinsam mit 15 weiteren Hobby-Fußballern gründete der Ganderkeseer den Verein vor knapp 30 Jahren – eigentlich aus versicherungsrechtlichen Gründen und mangels eines eigenen Sportplatzes.

Gemeinsam mit Wolfgang Heinken sei er damals „von Pontius zu Pilatus“ gelaufen, um sich über die geplante Vereinsgründung zu informieren und alle nötigen Schritte in die Wege zu leiten, so der 57-Jährige. Bereits ein Jahr später fand die Gründungsversammlung statt. „Auf unserem heutigen Spielfeld wuchsen damals noch Kartoffeln“, erinnert sich Scherschanski. Gewaschen habe man sich an zwei Waschbecken in der Bookhorner Schule.

Zum ersten Vorsitzenden und Sportwart des Vereins wählten die 16 Gründungsmitglieder der SG Bookhorn Horst Scherschanski. Aus anfangs einer Fußballmannschaft wurden schließlich vier und Scherschanski konzentrierte sich ab 1979 auf sein Amt als Sportwart.

Seither kümmert er sich um die Spielpläne, Turniertermine und Passangelegenheiten der rund 180 Mitglieder. Seine Frau Linda habe sich während der vergangenen Jahre „viel gefallen lassen“ müssen, gibt Scherschanski zu. Diverse Anrufe von Spielern am Sonntagmorgen seien zeitweilig an der Tagesordnung gewesen.

Seine Trainertätigkeit hat Scherschanski aus beruflichen Gründen beendet. Mit seinem Schichtdienst als Fleischer in einem Großhandelsunternehmen sei der Job nicht vereinbar, erklärt er. Die verlängerten Ladenöffnungszeiten erschwerten das Ehrenamt ohnehin, seit er vierzehntägig sonnabends bis 20 Uhr arbeiten müsse.

Ein Grund, seinen Posten aufzugeben, ist die Doppelbelastung für den Sportwart nicht: „Ich bin Zwilling – ich tanze gerne auf zwei Hochzeiten gleichzeitig.“ Seinen Ausgleich findet der Vater dreier erwachsener Söhne beim Wandern. Alle zwei Jahre geht er mit seiner Frau auf größere Touren innerhalb Deutschlands. Im September wollen die beiden im Hunsrück von Bingen nach Trier marschieren.kas

H. Scherschanski

Sportwart