Einen runden Geburtstag feierte am Wochenende nicht nur der Bauernmarkt Ganderkesee. Auch auf dem Hof Alfs gab es ein Jubiläum: Seit der ersten Auflage werden für das Fest am Neddenhüsen Jahr für Jahr Kartoffeln geschält, aus denen dann die schmackhaften Puffer hergestellt werden. 300 Kilo der Sorte „Cilena“ hatten zwölf Frauen und der elfjährige Sascha Kannemann („Manchmal mach ich das auch zu Hause“) am Sonnabendmittag vor sich, gut zwei Stunden später war ihr Tagwerk vollbracht. Aus den gewaschenen und geraspelten Erdäpfeln wurden auf dem Bauernmarkt nach Zugabe von Mehl, Zwiebeln und einiger weiterer (geheimer) Zutaten in zwei großen Pfannen knusprige Puffer, die an die in langen Schlangen geduldig Wartenden verkauft wurden. Und Jürgen und Wiebke Alfs hatte gut kalkuliert: Bis 16.30 Uhr reichte der Vorrat, dann waren alle Puffer ausverkauft.
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Genau 16.30 Uhr war es auch, als die Siegermannschaft des Luftkegelns auf dem Festplatz geehrt wurde. Nach spannenden Schwüngen setzte sich das „Presse-Team“ (Daniela Zenth, Hergen Schelling und Lars Laue) mit 53 Kegeln knapp gegen die „Ringmannschaft“ (Karl-Heinz Finke, Rainer Fortmann, Dieter von Seggern) durch, die auf 52 Kegel kam. Punktgleich mit 50 Kegeln auf Rang 3 kamen die Teams „Landwirtschaft“ (Jan-Bernd Meyerholz, Karin Bellers, Arne Logemann) und „Öffentliches Leben“ (Gerold Sprung, Werner Busch, Manfred Rautenberg). Abgeschlagen auf Rang 5 mit 45 Kegeln: das Team „Genossenschaft“ mit Enno Gramberg, Josef Wigger, Jörg Gräfe. Garant für den Sieg der Journalisten war Hergen Schelling, der (neben dem Geschäftsführer der
Viehvermarktung Josef Wigger) als einziger Luftkegler „alle Neune“ abräumte. Und das mit einer außergewöhnlichen Technik. Anstatt, wie die anderen Teilnehmer, den an einem Seil befestigten Medizinball auf direktem Weg in Richtung Kegel zu schwingen, entschied sich der NWZ -Redakteur für die „Spiraltechnik“: In großen, kreisenden Bahnen schickte er den Ball in Richtung Kegel, um dann geduldig auf den Erfolg zu warten. Reagierten Gegner wie Zuschauer zunächst belustigt, mussten sie ihm nach dem Fallen aller Kegel doch Respekt zollen. „So ist sie die Presse“, kommentierte Bürgermeister Gerold Sprung, „kreist ganz langsam um ein Thema . . .“ – „. . . um dann doch zum Punkt zu kommen“, ergänzte Schelling.
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Respektabel ist auch der Kürbis aus dem Garten von Harald Lehmkuhl. Während sich diesen Sommer Landwirte allenthalben über schlechte Ernten beklagten, kann sich Hobbygärtner Lehmkuhl nur wundern: „Einen solchen Riesenkürbis gab es bei mir noch nie“. Stolze 175 Zentimeter Umfang misst das Kürbisgewächs, dessen Gewicht noch unbekannt ist. „Einfach zu schwer zum Anheben“, weiß der Ganderkeseer und überlegt schon mal, wie viele Weckgläser er zur Verarbeitung der mächtigen Frucht bereithalten muss.
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Nicht zu schwer zum Wegtragen war anscheinend das Fahrrad von Hans Mestemacher, der am Sonntagabend ein Wechselbad der Gefühle durchmachte. Zunächst verfolgte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Sitzungssaal des Rathauses die Auszählung der Bürgermeisterwahl – mit dem bekannt unbefriedigenden Ergebnis für SPD-Kandidat Rainer Lange. Danach durfte der Sozialdemokrat allerdings relativ oft jubeln, als nach und nach die Ergebnisse der Ratswahl aus den Wahllokalen eintrudelten, bei denen seine Partei häufig vorne lag. Mestemachers Stimmung sank allerdings auf den Nullpunkt, als er gegen 23.45 Uhr das Rathaus verließ: Von seinem Fahrrad, mit dem der bisherige und zukünftige Ratsherr ins Verwaltungsgebäude gekommen war, fehlte jede Spur . . .
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Erste Spuren hinterließ auch Ganderkesees künftige Bürgermeisterin in der Gemeinde. Dass sie sich über ihre Wahl „riesig gefreut“ hat, wollte Alice Gerken-Klaas allen Bürgern mitteilen. Also griff sie am Montag zum Edding und verzierte „alle Plakate, an denen ich vorbeigekommen bin“, mit einem großen „DANKE“. Und dabei hätten sie viele Bürger angesprochen – „ein schönes Gefühl“. Den Edding hatte Gerken-Klaas im Wahlkampf übrigens immer dabei. Ihr Grund: „Wenn ich verschmierte Wahlplakate von mir sehe, will ich die wenigsten so bemalen, dass sie mir gefallen.“
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