Hude - Sie lassen sich nicht unterkriegen: Der Ortsverein Nordenholz – und auch Anwohnerinnen und Anwohner – wünschen sich schon länger eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Nordenholzer Straße. Bislang ist dieses Anliegen fehlgeschlagen. Nun gibt es einen erneuten Vorstoß. Nach einem Vor-Ort-Termin der Huder Ratsfraktionen CDU, SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler und Linke, ist ein gemeinsamer Antrag an den Landkreis Oldenburg gesendet worden.
Das gilt bisher
Derzeit darf man auf der Kreisstraße K224 100 km/h fahren. Den Huder Politikerinnen und Politikern wären 50 Kilometer pro Stunde am liebsten – maximal aber 70. Sie begründen: „Das Einbiegen auf die Nordenholzer Straße aus den Nebenstraßen und Grundstücken ist aufgrund der schlechten Sichtbeziehung schwierig. Vor allem bei landwirtschaftlichen Gespannen und auch bei Kunden- und Lieferverkehr, teilweise mit Anhänger, der ansässigen Baumschule kann es zu gefährlichen Situationen kommen.“
Das sind die Gründe
Der Alleecharakter mit den ortsbildprägenden Bäumen stehe ausdrücklich nicht zur Diskussion und sei unbedingt zu erhalten, heißt es in dem Antrag. „Die Reduzierung der Geschwindigkeit ist aus unserer Sicht das mildere Mittel, anstatt Bäume an den Einfahrten und Einbiegungen zu entnehmen.“
Zudem spräche sich der Deutsche Verkehrssicherheitsrat(DVR) auf schmalen Landstraßen mit sechs Metern und weniger für eine Senkung der Geschwindigkeit aus, die Nordenholzer Straße sei an manchen Stellen sogar schmaler, zudem kurvig.
Das spricht dagegen
Was waren bisher Gründe des Landkreises, den Wunsch der Temporeduzierung abzulehnen? „Unter anderem wurde in der Vergangenheit auch mit dem schlechten baulichen Zustand argumentiert. Dieser Umstand hat sich nun geändert. In Gesprächen wurde mehrfach angemerkt, dass das Geschwindigkeitsniveau nach der Sanierung der Straße zugenommen hat“, heißt es in dem Antrag.
Auch, dass bislang auf dieser Strecke kein Unfallschwerpunkt zu erkennen sei, zählt für die Huder Ratsfraktionen nicht: „Wir sind der Meinung, dass die Anzahl der Unfälle alleine nicht ausreichend ist, das Anliegen der Huder Bürgerinnen und Bürger und der Politik abzulehnen.“
Daher lade man zu einem weiteren Vor-Ort-Termin ein, um „die Argumente an konkreten Beispielen“ darlegen zu können.
