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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Klosterbezirk: Tote Äste und Efeu weichen

14.03.2017

Hude Laut kracht der Eschen-Ast zu Boden, fällt auf den mit Efeu berankten Untergrund neben die hohen Mauern der Huder Klosterruine. „Ja das war gut so, jetzt müsst ihr bei dem Ast daneben mal schauen, ob der auch schon tot ist“, ruft Helmut Titschack nach oben. Auf einem Steiger stehen seine Kollegen Michael Mehlhorn und Leonard Römer, „bewaffnet“ mit Kettensäge, Handschuhen, Schutzhelm und Ohrenschutz.

Die drei Männer widmen sich derzeit den drei Eschen-Geschwisterpaaren auf dem Areal der Klosterruine. Zwischen 23 und 28 Meter sind sie hoch, um die 100 Jahre alt, wie Helmut Titschack, Gehölzsachverständiger, schätzt. Alle sechs Eschen auf dem Gelände in Hude sind vom „Falschen weißen Stängelbecherchen“, einem Pilz, befallen.

„Der Pilz zerstört die Gefäße der Eschen, dadurch wird der Baum nicht mehr versorgt, und die Krone stirbt ab. Der Baum versucht dagegen anzukämpfen und bildet viele neue Triebe“, so Titschack.

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Ursprünglich kommt der Übeltäter aus Japan. Ein Baum neben einer alten Steinwand muss gefällt werden, da er schon komplett abgestorben ist. Das daneben stehende Exemplar wird auf 14 Meter heruntergeschnitten. Alle anderen Eschen werden von toten Ästen befreit und dann weiter beobachtet, um bei größerem Zerfall einzugreifen. „Die Bäume gehören zum Kulturhistorischen der Ruine“, findet der studierte Förster Titschack, über den Sommer hinweg behält der Sachverständige die Bäume im Blick.

Und auch dem Efeu, dass sich bis in die Kronen der Eschen grün und üppig windet, rücken die drei Männer zu Leibe. Der Efeu soll in einer Höhe von ungefähr zehn Metern geringelt werden, darüber stirbt die Pflanze dann ab. Wenn der Efeu zu weit an den Seiten absteht, wird der Bewuchs ebenfalls in seine Schranken verwiesen. „Wenn auf dem Efeu Schnee oder Hagel landet, kann das eine große Last für den Baum werden.“ Und auch die Wucht des Windes werde durch den Efeu verstärkt. So gilt es auch hier, die Eschen zu entlasten.

Gleichwohl sind die Eschen wichtig als Lebensraum für Tiere. Fledermäuse etwa leben häufig im Efeu um den Baumstamm oder unter abgeplatzter Baumrinde, und auch ein bereits hohler Stamm dient vielen tierischen Bewohner als sichere Unterkunft.

„Die Bäume sind ökologisch wichtig. Es ist gut, dass die Gemeinde die Möglichkeit bietet, hier nicht gleich Tabula rasa zu machen sondern dass wir hier abwarten können“, so Baum-Rat Titschack.

Bis Mittwoch dauern die Arbeiten um die Klosterruine noch, danach behält Titschack die ausgewachsenen und geschichtsträchtigen Eschen weiter im Blick.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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