Ganderkesee - Ganderkesee wird bei Touristen immer beliebter: 135.560 Übernachtungen in örtlichen Beherbergungsbetrieben weist die amtliche Statistik für das vergangene Jahr aus. „Damit ist nicht nur erstmals die 100.000er-Marke überschritten worden, der Wert stellt auch eine beachtliche Steigerung gegenüber den Vor-Corona-Jahren dar“, zeigt sich Ganderkesees Wirtschaftsförderin Christa Linnemann erfreut.
Verweildauer steigt
Insgesamt 44.313 Ankünfte wurden im Jahr 2022 in Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten oder zehn Campingstellplätzen registriert und damit zwölf Prozent mehr als noch im Jahr 2019. Bei den Übernachtungen liegt die Zahl in 2022 mit 135.560 sogar um rund 38 Prozent über dem Vor-Corona-Jahr.
„Dieses unterschiedlich starke Wachstum hängt mit der zunehmenden Verweildauer der Gäste zusammen“, erläutert Wirtschaftsförderin Christa Linnemann. Während vor der Pandemie die Gäste im Durchschnitt zwei bis zweieinhalb Nächte blieben, seien es inzwischen mehr als drei. „Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Wert verfestigt und nicht allein eine kurzfristige Nachwirkung des erhöhten Planungs- und Testaufwands während der Pandemie darstellt“, wünscht sich Linnemann.
Ebenso hofft sie auf eine Verstetigung der Campingnachfrage, die einen erheblichen Anteil an der positiven Tourismusentwicklung in der Gemeinde habe.
Immer weiter aufwärts: Die Grafik zeigt es – die Übernachtungszahlen steigen. 2022 ist erstmals die 100.000er-Marke übertroffen worden. Grafik: Gemeinde Ganderkesee
Auch der „Incoming-Tourismus“ ausländischer Besucher habe sich vom Virus erholt, wenngleich seine Wachstumsraten noch hinter dem innerdeutschen Reisegeschehen in der Gemeinde zurückblieben. So entspreche die Zahl der ausländischen Gästeankünfte in Ganderkesee mit 2.581 dem Durchschnitt der fünf Vor-Corona-Jahre. Mit 9.228 Übernachtungen sind ausländische Gäste im vergangenen Jahr allerdings auf einen um 28 Prozent höheren Wert als im genannten Zeitraum gekommen.
Polen an der Spitze
Besonders beliebt als Urlaubsort war die Gemeinde Ganderkesee im vergangenen Jahr bei Gäste aus Polen (2.567 Übernachtungen), gefolgt von den Niederlanden (1.603) und den USA (915).
Bereits vor Corona habe die Gemeinde touristisch eine positive Entwicklung vollzogen, so Linnemann. So sei im Zeitraum von 2013 bis 2019 die Zahl der Gästeankünfte von knapp 21.000 auf rund 39.500 und damit um fast 90 Prozent gestiegen. Bei der Zahl der Übernachtungen war in dieser Spanne sogar ein Plus von 138 Prozent auf gut 98.000 zu verzeichnen. Linnemann: „Dann kamen das Corona-Virus und mit ihm deutlich weniger Gäste. So sank die Zahl der Ankünfte in den Jahren 2020 und 2021 auf etwa 28.500“.
Die Werte bildeten allerdings alle nur die in der amtlichen Statistik erfassten Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten ab. „Die tatsächlichen Zahlen der Ankünfte und Übernachtungen nochmals höher“, erläutert die Wirtschaftsförderin. So gebe es in der Gemeinde neben den erfassten zehn Betrieben noch 20 weitere. Zu diesen zählen insbesondere Ferienhäuser und -wohnungen sowie Pen-sionen, die alle jeweils über weniger als zehn Betten verfügen. Das gesamte Unterkunftsverzeichnis ist auf der Homepage der Gemeinde abrufbar.
