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Großer Zulauf bei Ukraine-Hilfsaktion 50. Karton aus Hude soll schon bald Kriegsgebiet erreichen

Sammelt seit knapp einem halben Jahr Verbandsmaterial für die Ukraine: Hans-Werner Ellerbrock aus Hude will schon bald das 50. Paket versenden.

Sammelt seit knapp einem halben Jahr Verbandsmaterial für die Ukraine: Hans-Werner Ellerbrock aus Hude will schon bald das 50. Paket versenden.

Christin Hufer

Hude - Knapp ein halbes Jahr läuft nun schon Hans-Werner Ellerbrocks Hilfsaktion für die Ukraine. Der Huder sammelt abgelaufene Verbandskästen und -materialien, um diese über die Berliner Ukraine-Hilfe in das Kriegsgebiet zu schicken. Eigentlich ging er davon aus, dass die Aktion nach zwei bis drei Monaten auslaufen würde. Doch nun wird sich demnächst das 50. Paket aus Hude auf den Weg nach Charkiw (Ukraine) machen – und Ellerbrock ist sich sicher: Er will die Aktion noch nicht beenden.

700 Kilogramm

Noch immer stehen im Huder Edeka-Center an der Burgstraße 2 Kartons bereit, in die jeder, der sich beteiligen möchte, Verbandsmaterialien hineinlegen kann. Sind die Kartons voll, verschickt Ellerbrock sie nach Berlin, wo sie per Transporter ins Kriegsgebiet gebracht werden. Ellerbock wird immer wieder mit Fotos versorgt.

„Wenn ich Bananen-Kartons sehe, dann weiß ich, dass es die Pakete aus Hude sind“, sagt er. Seit Anfang Dezember konnte er rund 700 Kilogramm Hilfsgüter versenden, schätzt er.

Aber auch aus der Ukraine selbst erhält der Huder Fotos, wenn die Pakete eingetroffen sind – für Ellerbock immer wieder eine wichtige Information, denn so weiß er, dass die Pakete genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Großer Dank

Aber nicht nur Bilder hat der Huder aus der Ukraine erhalten. Besonders gerührt war er, als ihn kürzlich ein Beutel voller selbst gehäkelter Anhänger erreichte. Den kriegsgeplagten Menschen war es Anliegen gewesen, ihre Dankbarkeit für Ellerbrocks Aktion und das große Engagement aus Hude zu zeigen.

Auch einen auf Deutsch verfassten Brief erhielt der Huder, der von der Wertschätzung gerührt ist, aus der Ukraine. Doch ohne die Unterstützung von Robert Meyer, Inhaber des Edeka-Centers, wäre die Aktion in der Form nicht möglich, sagt Ellerbrock. „Deshalb geht mein großer Dank an ihn!“

Mehr Medikamente

Obwohl er kürzlich wieder sechs Kartons mit Verbandsmaterialien losgeschickt hatte, würde Ellerbrock sich wünschen, dass mehr Medikamente gespendet würden. Gern nimmt er unter anderem Schmerzmittel, fiebersenkende Arzneien und desinfizierende Mittel bei sich zu Hause entgegen. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an hwellerbrock@web.de wenden.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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