Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Ausstellung in Wüsting Diese Malgruppe verbindet mehr als Pinsel und Leinwand

Treffen sich wöchentlich in Johan Gibcus’ (von links) Atelier in Wüsting: Wiltrud Skoda Strunk, Hannelene Prahm, Dr. Dieter Klarmann, Hergen Hillje und Friedrich Lübsen

Treffen sich wöchentlich in Johan Gibcus’ (von links) Atelier in Wüsting: Wiltrud Skoda Strunk, Hannelene Prahm, Dr. Dieter Klarmann, Hergen Hillje und Friedrich Lübsen

Christin Hufer

Wüsting/Oldenburg - Im Hintergrund rattert noch die Kaffeemaschine, die niederländischen Kekse hat der Künstler Johan Gibcus schon auf dem großen Holztisch in seinem Atelier bereitgestellt. Über den Raum verteilen sich die Staffeleien und Leinwände in unterschiedlichsten Größen. Gleich werden die Mitglieder seiner Malgruppe die Pinsel schwingen und ihrer kreativen Ader freien Lauf lassen. Szenen wie diese spielen sich seit zwei Jahren in Gibcus’ Atelier in Wüsting an der Bahnhofstraße 14 ab. Die Resultate der wöchentlichen Treffen werden seine Malschüler am Samstag, 25., und Sonntag, 26. November, auf dem Hof Heinemann (Neuenweger Reihe 18) in Wüsting präsentieren.

Die Ausstellung

Die Mitglieder in Johan Gibcus’ Malgruppe werden ihre Resultate am Samstag, 25., und Sonntag, 26. November, auf dem Hof Heinemann in Wüsting ausstellen. Sie werden ab 10 Uhr vor Ort sein.

Gibcus selbst wird höchstens ein Bild von sich mitbringen. „Es geht ja hier nicht um mich, sondern um das, was die Gruppe geschaffen hat“, sagt er.

Herzlich eingeladen sind auch alle, die Interesse haben, sich der Gruppe anzuschließen. Gibcus: „Wir haben in der Montagsgruppe noch freie Plätze.“

Wissen teilen

Sein Atelier eröffnete Gibcus nachdem er ein Jahr zuvor aus den Niederlanden nach Oldenburg gezogen war. Nach dem Ruhestand flammte seine Leidenschaft für die Kunst wieder auf. In einem Studium in Groningen widmete er sich auch wissenschaftlich der Kunst und holte seinen Masterabschluss nach. Dass er sein Wissen und seine Leidenschaft mit anderen teilen will, das war ihm von Beginn an klar. Er schaltete einen Aufruf in der Zeitung für seine Malgruppe, die bei den heutigen Mitgliedern direkt auf Anklang stieß.

Ergänzen durch Vielseitigkeit

Ausstellen werden Gibcus’ Malschüler Wiltrud Skoda Strunk, Dr. Dieter Klarmann, Hannelene Prahm, Friedrich Lübsen, Hergen Hillje, Frank Kollmann und Helge Abel jeweils zwei bis drei ihrer Werke. Welche es genau sein werden, darauf hat sich die Malgruppe noch nicht festgelegt. Dass die Ausstellung jedoch die Vielseitigkeit, den Ideenreichtum und die unterschiedlichen Stile der Gruppe zeigen wird, das steht fest. Denn die Hobby-Künstler ergänzen sich durch ihre Vielseitigkeit. Strunk malt beispielsweise surrealistisch und naturalistisch. Seit ihrer Jugend betätigt sie sich künstlerisch und stellte ihre Werke schon in unterschiedlichen Ausstellungen – darunter in der Klinik in Stenum – aus. Anders sieht es beispielsweise bei Klarmann, der sich als Neuzugang bezeichnet, aus. Seine künstlerische Ader entdeckte er im Ruhestand, nachdem seine Frau ihm einen Gutschein für die Malgruppe schenkte. „Johan steht uns immer zur Seite“, sagt er.

Licht und Schatten

Auch Prahm konnte sich in der Malgruppe weiterentwickeln, sagt sie. Vor allem Tiere haben es ihr angetan. Dabei konzentriert sie sich auf den frontalen Blick der Tiere. Auch Hillje und Lübsen konnten ihre künstlerischen Fähigkeiten in der Gruppe noch weiter ausbauen. „Johan legt viel Wert auf Licht und Schatten“, sagt Lübsen. Auch über Mischverhältnisse von Farben lernten die Teilnehmer viel. „Es ist so spannend zu sehen, welche Farben sich ergeben, wenn man sie mischt“, sagt Hillje.

Doch nicht nur das Malen an sich würde die Gruppe ausmachen, erklärt Prahm. Es herrsche eine ausgelassene Stimmung, mit guten Gesprächen und einer großen Portion Spaß.

Dass Gibcus’ Aufruf Menschen gefolgt sind, die zu einer festen Gruppe zusammen gewachsen sind, das freut den Künstler sehr. Nie habe er eine Gruppe gewollt, die einen Gegenstand abzeichnet, der in der Mitte des Raumes steht. „Ich wollte immer, dass sich jeder ausleben kann.“

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Dortmunds Karim Adeyemi (Mitte l) in Aktion. Der BVB setzt sich ein zweites Mal gegen Paris Saint-Germain durch und steht damit im Finale der Champions League.

SIEG GEGEN PARIS SAINT-GERMAIN Dortmund steht im Finale der Champions League

Heinz Büse Jan Mies
Paris
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg