Großenkneten - In brenzligen Verkehrssituationen kann es schon mal eng und unübersichtlich auf einer Straße werden. Viel Verkehr und hohe Geschwindigkeiten sorgen für weitere Unruhe. Die Gruppe Grüne-KA-Linke fordert ganz im Zeichen der Sicherheit im Straßenverkehr in einem Antrag die Errichtung von drei Fahrradstraßen in der Gemeinde Großenkneten. Das Thema soll in der nächsten Sitzung des Infrastrukturausschuss am Montag, 27. Juni, beraten werden.
Für den Schulweg
„Wir wollen in Huntlosen die Wilhelmstraße, in Großenkneten Markt und Ahlhorner Straße bis zum Kreisel und in Ahlhorn den Westerholtkamp als Fahrradstraße ausweisen“, sagt Friedjof Ohms, Ratsmitglied der Grünen. Das erhöhe die Verkehrssicherheit für Radler und trage dazu bei, dass noch mehr Leute auf das klimafreundliche Verkehrsmittel Fahrrad umsteigen. Außerdem können Schülerinnen und Schüler so auf eine ruhigere Alternative für den Schulweg umsatteln.
Für Autos Tempo 30
Die Ahlhorner Straße/Markt verläuft parallel zur Hauptstraße in Großenkneten und könnte zu einer guten Alternative für Radfahrer werden. Ähnlich sieht es mit der Wilhelmstraße in Huntlosen aus. Die geplanten Fahrradstraßen sollen weiterhin für Kraftfahrzeuge befahrbar sein. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30 Kilometern pro Stunde. In einer Fahrradstraße könnten zwei Radfahrer nebeneinander fahren. Zusätzlich sind sie gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt.
Die drei genannten Straßen sollen erst einmal der Startschuss für das Projekt Fahrradstraßen sein, berichtet Rats- und Kreistagsmitglied Eduard Hüsers von den Grünen. „Wir haben uns vorerst auf drei Straßen festgelegt, überlassen es aber den anderen Fraktionen weitere Fahrradstraßen zu benennen.“
Vorbild Niederlande
Schon seit längerem wird im Landkreis über das Thema „Sicherheit für Radfahrer“ diskutiert. Im Mai wurde die Radwegnovelle durchgesetzt, wonach jede Kommune nun Radwege prüft und als Alternative den Radverkehr zum Beispiel auf die Straße leitet. Zusätzlich befassen sich die Grünen mit Radschnellwegen, womit schnelle Verbindungen errichtet werden sollen. Vorbild sind dabei die Niederlande, wo es bereits ein 300-Kilometer-langes Netz an Radschnellwegen gibt. Doch um eine vergleichbare Infrastruktur und Fahrradkultur wie in dem Nachbarland zu entwickeln, müssen Landkreis und Kommunen zusammenarbeiten, so Hüsers.
