Großenkneten - Die Gruppe Grüne-KA-Linke im Großenkneter Rat hat beim Bürgermeister beantragt, drei Straßen in der Gemeinde als Fahrradstraßen auszuweisen. Es handelt sich um die Wilhelmstraße in Huntlosen, die Straßen „Markt“ und Ahlhorner Straße bis zum Kreisverkehr in Großenkneten sowie den „Westerholtkamp“ in Ahlhorn. Alle Straßen sollen weiterhin für den Autoverkehr frei sein. Radfahrer und Autofahrer wären dann aber gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. In der Umwidmung von Straßen zu Fahrradstraßen sieht die Ratsgruppe mehr Verkehrssicherheit für Radler.
Friedjof Ohms (Grüne) ist überzeugt, dass dann noch mehr Leute aufs Fahrrad umsteigen. Das Fahrrad sei ein klimaschonendes, im Vergleich zum Auto günstiges und platzsparendes Verkehrsmittel für Jung und Alt und werde von immer mehr Menschen als Verkehrsmittel gewählt – auch auf dem Land. Leider seien in der Vergangenheit diesem Verkehrsmittel nicht die nötigen Flächen in Quantität und Qualität zur Verfügung gestellt worden.
Vorbild Niederlande
Das Problem habe mittlerweile auch der Landkreis Oldenburg erkannt und die Radwegnovelle (Benutzungsrecht auf Straßen) umgesetzt, so die Ratsgruppe. Das Ergebnis stelle nicht alle zufrieden und sorge für Diskussion. Deshalb müssten Alternativrouten angeboten werden. Aber nur gemeinsam könnten Landkreis und Gemeinden/Stadt eine Fahrradkultur und Infrastruktur wie in den Niederlanden entwickeln.
Mehr Sicherheit
Besondere Bedeutung hätten die Wilhelmstraße sowie die Ahlhorner Straße und der „Markt“. Diese Straßen in Großenkneten und Huntlosen verliefen parallel zu den Ortsdurchfahrten. So böten sie optimale Voraussetzungen als alternative Routen. Deshalb gelte es auf diesen Strecken, für Fahrradfahrer die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Der Westerholtkamp als Straße zu den beiden weiterführenden Schulen in Ahlhorn ist nach Darstellung der Ratsgruppe zu Stoßzeiten eine Hauptverkehrsader. Um Radfahrende besser zu schützen, sei eine Fahrradstraße sinnvoll.
In der Umwidmung von Straßen sieht die Ratsgruppe ein bewährtes und kostengünstiges Mittel, den Radverkehr zu bündeln und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ferner werde die Qualität und Attraktivität von Radverkehrsverbindungen gesteigert. Für den Kraftverkehr freigegebene Fahrradstraßen erforderten keine baulichen Maßnahmen und hätten auf die bestehende Park- und Vorfahrtsregelung keinen Einfluss.
Gespräch mit Bürgern
Die Ratgruppe will an diesem Samstag, 27. August, mit Bürger der Wilhelmstraße in Huntlosen über das Thema Fahrradstraßen sprechen. Treffpunkt der Infoveranstaltung ist die Wilhelmstraße 40 (im Garten). Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche generellen Auswirkungen eine Fahrradstraße hat und was sie für die Anwohner bedeutet. Die Ratsgruppe will auch mit Bürgern über das Radfahren in der Gemeinde Großenkneten allgemein ins Gespräch kommen.
