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Kooperation des Verkehrsvereins Großenkneten und der Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg Damit Senioren fit mit dem Pedelec sind

Pedelectraining auf dem Wilhelm-Wellmann-Platz in Großenkneten mit der Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg. Bevor es auf den Parcours ging, erklärte Rudi Czipull (gelbe Weste) die Aufgaben.

Pedelectraining auf dem Wilhelm-Wellmann-Platz in Großenkneten mit der Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg. Bevor es auf den Parcours ging, erklärte Rudi Czipull (gelbe Weste) die Aufgaben.

Christoph Koopmeiners

Großenkneten - Der Aufruf des Verkehrsvereins hat gefruchtet: Am Montagnachmittag ging in Großenkneten das erste Pedelectraining für Senioren über die Bühne. „Es gibt sogar eine Warteliste für ein weiteres Training“, sagte Geschäftsführerin Christa Thöle. Als Partner hat sich der Verkehrsverein die Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg an die Seite geholt, die bislang Einführungs- und Fortgeschrittenenkurse in Wildeshausen und Ganderkesee anbietet. Rudi Czipull, Rolf Quickert und Gerd Herrmann erklärten den 15 Frauen und Männern die wichtigsten Dinge in Theorie und Praxis.

Zuerst Kuchentafel

Damit der Nachmittag in entspannter Atmosphäre ablaufen konnte, trafen sich die Senioren zunächst bei Kaffee und Kuchen in der Fahrschule von Petra und Dieter Spille an der Hauptstraße und wurden unter anderem auf den neuesten Stand in Sachen Verkehrszeichen und Radfahrregeln gebracht. Dabei war so manche Verwunderung in den Gesichtern zu erkennen.

Begrüßt hatte die Teilnehmenden dort der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Heiner Reineberg. „Unsere Gästeführerinnen und Gästeführer betreuen im Jahr mehrmals Fahrradgruppen und sind immer froh, wenn alles ohne Unfall und Komplikationen ausgegangen ist“, sagte er. „Allein schon deshalb finden wir es wichtig, dass die Regeln für das Fahren mit dem Pedelec gerade den Seniorinnen und Senioren nahegebracht werden; denn sie sind meistens die Klientel unserer Gästeführer.“

Motivation für Kursus

Mit von der Partie war auch Anja Kiefer von Fahrrad Reckrad aus Huntlosen. Sie gab Hinweise zur Rahmenhöhe, zur Position des Lenkrads, Rücktrittbremse ja oder nein oder auch zum passenden Sattel. „Ja, viele Senioren kaufen Pedelecs, aber auch junge Mütter, die in den Anhängern ihre Kinder transportieren“, erzählte sie.

„Ich fahre seit drei Jahren Pedelec“, sagte Ingeborg Renken aus Ahlhorn. Zum Einkaufen im Ort nutze sie auch noch ihr normales Rad. Wenn sie aber nach Großenkneten fahre, steige sie mittlerweile aufs Pedelec und nicht ins Auto – auch aus Umweltgründen. Vom Kursus erhoffe sich die 78-Jährige allerlei Tipps, zum Beispiel für die Position ihres Außenspiegels. Das Training solle ihr auch helfen, noch sicherer auf dem E-Bike zu werden, da sie recht klein sei.

Gisela und Arthur Schmidt hatten sich für das Training angemeldet, weil sie ihr Wissen über die Verkehrsregeln auffrischen wollten. Seit gut fünf Jahren fahren die beiden 76 und 81 Jahre alten Ahlhorner nun Pedelec, seit einem halben Jahr mit Fahrradhelm. Seit zwei Jahren trägt Ingrid Bakenhus (74) einen Fahrradhelm. „Vorher bin ich zweimal mit dem Fahrrad gestürzt.“ Sie wollte von den Fachleuten auch wissen, ob sie mit dem richtigen Pedelec unterwegs ist.

Bevor die Senioren auf dem Wilhelm-Wellmann-Platz ins praktische Training einstiegen, kontrollierte Rolf Quickert die Sattelhöhe der Radfahrenden. Das Ergebnis: Viele Sättel waren zu hoch eingestellt, weil die jeweilige Person im Stand mit den Füßen nicht auf den Boden kam.

Das hält Quickert aus Sicherheitsgründen jedoch für notwendig. Bei einigen Damen und Herren ließ sich der Sattel gar nicht mehr niedriger einstellen. Das bedeutet, dass der Fahrradrahmen zu groß ist.

Gefährliche Situationen

Im Parcours ging es schließlich ums Bremsen in gefährlichen Situationen, die richtige Blickführung im Verkehr, ums Langsam- und Slalomfahren. „Fahren mit dem Pedelec ist anders als mit einem normalen Rad“, sagte Rudi Czipull eingangs seiner Erläuterungen zu den aufgebauten Übungen. Das liege zum Beispiel schon daran, dass Pedelecs deutlich schwerer seien.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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