Wildeshausen/Dötlingen - Der Dötlinger Verwaltungsausschuss (VA) hat wie berichtet den Antrag der Volkshochschule (VHS) Wildeshausen mit der zentralen Forderung, ab 2024 jährlich 15.000 Euro zu zahlen, abgelehnt. Ab 2025 sollten zudem pro Jahr 1000 Euro hinzukommen. Jetzt übt VHS-Leiter Hinrich Ricklefs noch einmal Kritik an der Entscheidung.
„Kategorisch abgelehnt“
„Wir sind enttäuscht von der nahezu kategorischen Ablehnung in Verwaltung und Rat der Gemeinde Dötlingen und der fehlenden Gesprächsbereitschaft.“ Während der Dötlinger Ausschusssitzung für Bildung und Erziehung hatte es bereits Ablehnung gegeben. Unter anderem begründete es Bürgermeisterin Antje Oltmanns damit, dass die letzten VHS-Kurse „nur sehr schleppend“ angenommen worden seien.
Bei der geforderten Summe habe die VHS Rücksicht auf die schwierige Haushaltslage der Gemeinde genommen, sagt Ricklefs: Heruntergerechnet wären dies 2,30 Euro je Einwohner und Einwohnerin. Hätte man den Wert aus der Stadt Wildeshausen als Grundlage genommen – circa acht Euro pro Kopf –, würde die Summe auf 52.000 Euro steigen.
Oltmanns hatte während der Fachausschusssitzung auch davor gewarnt, dass möglicherweise Einrichtungen anderer Kommunen wie Schwimmbäder oder Büchereien ebenfalls bezuschusst werden wollen. Ricklefs sieht die Befürchtung unbegründet: In diesen Fällen gebe es nämlich keine Beauftragung, wie sie seit 2005 zwischen Dötlingen und der VHS bestehe. Finanzielle Unterstützung – mit Ausnahme der kostenfreien Nutzung des Hauses der Generationen in Neerstedt – gebe es für die VHS nicht. Dabei sei diese „grundsätzlich von besonderer Bedeutung“, damit die Kurse auch von allen bezahlt werden können, fasst es Ricklefs zusammen. Da neben der Stadt Wildeshausen nur die Gemeinde Dötlingen entsprechend einen Antrag erhalten habe, sei nicht zu erwarten, dass andere Bildungseinrichtungen ebenfalls Forderungen stellen würden.
Keine Extragebühren
Zu Lasten der Dötlinger soll die VA-Entscheidung aber nicht gehen: Auf sie würden keine extra ausgewiesenen Gebühren zukommen, und Kurse würden weiterhin in der Gemeinde angeboten, so Hinrich Ricklefs.
