Auf 900 Kilometer kamen die Harpstedter Wanderfreunde bei ihrer jüngsten Fahrradtour – zusammen, versteht sich. Irmgard Spaltner und Helga Thielemann waren hoch erfreut, dass sie zu der von ihnen geführten, ersten Fahrradtour in diesem Jahr 31 Pedalritter auf dem Harpstedter Marktplatz begrüßen konnten. Pünktlich schwang sich die Gruppe auf den Sattel und trat in die Pedale, zum größten Teil von der Elektrotechnik unterstützt. Entlang der Nordstraße führte die Tour bis Stiftenhöfte, dann in Richtung Schulenberg. Vom Oldenburger Weg aus wurde die Simmerhauser Straße überquert und die Richtung Parkplatzneubau an der Autobahn eingeschlagen. Doch die Baustelle wurde rechts liegen gelassen, statt dessen führte der Weg über die Autobahn in Richtung Klein Henstedt, machte aber zunächst einen Bogen ums Dorf. Schließlich ging es an der Sether Mühle vorbei, durch Klein Henstedt und schließlich links ab in Richtung Größe Höhe. Nun wusste jeder, dass die wohlverdiente Pause im Café Mikado sein würde.
Nach der Stärkung wurde die Erinnerungsaufnahme gemacht und der Heimweg angetreten, wobei die Radler bei der inzwischen fertiggestellten „Mooshütte“ im Harpstedter Wald eine Pause einlegten und eine Sitzprobe machten. Von hier strebten die Teilnehmer ihre Wohnsitze an – nicht ohne vorher den beiden Organisatorinnen gedankt und bestätigt zu haben, dass sie das beste Wetter ausgesucht hätten.
Dass die „Aktion saubere Landschaft“ für die Teilnehmer manchmal auch ziemlich eklig ist, diese Erfahrung hat die Jugendfeuerwehr Harpstedt bei ihrem Einsatz gemacht. Denn unter dem, was die Müllsammler entdeckten, waren auch einige gebrauchte Kinderwindeln. Wie Jugendfeuerwehrwartin Jana Siemers berichtet, hatten sich 15 Jugendliche und Betreuer auf den Weg gemacht, um den Rand der Delmenhorster Landstraße vom Wohlstandsmüll zu befreien. Zweieinviertel Stunden waren die Müllsammler unterwegs. Neben den Windeln sowie Getränke-, Lebensmittel- und Zigarettenverpackungen entdeckte der Feuerwehr-Nachwuchs drei T-Shirts, ein paar Handschuhe, Autoreifen und ein altes Navigationssystem. Insgesamt füllte der Müll zwölf blaue Säcke, die die Gruppe beim Bauhof in Harpstedt abgab.
