Hude - Eine gescheiterte Opernkarriere, trübes Aprilwetter und all die schier unüberwindbaren Ärgernisse des Alltags – wär’ doch gelacht, wenn sich diese Sorgen nicht vertreiben ließen. Das erfuhren 35 Mitglieder des VdK Hude jetzt auf Zwerchfell erschütternde Art und Weise.

Denn mitten in ein besinnliches Treffen mit Kaffeetrinken und Klönen kam – natürlich auf Einladung – die Clownin Mathilde gestolpert. Rot- und rotznäsig sorgte die 73-Jährige mit ihrem Auftritt für beste Stimmung. Nach dem Kuchen kamen jetzt köstliche Anekdoten, vorgetragen von der höchstens ihrer Hose nach zu urteilenden „kleinkarierten“ Rentnerin, auf den Tisch.

Dank der – wenn auch gescheiterten – Erfahrungen in der Welt der Oper, bekam das Publikum die eine oder andere Arie sowie Schlager aus den goldenen 20ern zu hören. Bei „Donna Clara, ich hab’ dich tanzen gesehen“ stimmten alle mit ein.

Spätestens als Mathilde, die eigentlich Erika Hundeling heißt, in einer Zinkwanne rudernd von ihren über Bord gegangenen Seefahrerplänen erzählte, war jegliche trübe Stimmung weggeblasen.

Was an diesem Nachmittag so locker und spontan wirkte, basiert übrigens auf einer fundierten Ausbildung. Die 73-jährige Clownin hat nämlich drei Jahre lang, nach ihrem Leben als Altenpflegerin, in Hannover „Humor“ studiert. Spezialisiert auf demenzerkrankte Menschen, tritt sie überwiegend in Seniorenheimen auf.

Nach diesem turbulenten Auftritt hatten die Huder VdK-Mitglieder höchstens noch eine Sorge: Bauchmuskelkater vom vielen Lachen.