Der Glanz der Promi-Welt blitzt immer mal wieder im sonst doch eher beschaulichen Landkreis Oldenburg auf. Da ist zum einen „der sanfte Schweinebauer“ Uwe Abel aus Grad, der am Sonntag ab 20.15 Uhr beim Vox-Promi-Dinner zusammen mit Gattin Iris das Menü „Land Charmant – oder heute schon Schwein gehabt?“ auftischt. In der vergangenen Woche war Abel übrigens schon als „mentale Unterstützung“ von Bauer Bruno und seiner Anja bei der RTL-Tanzshow „Stepping Out“ am Start. Doch damit nicht genug. Der in Oldenburg geborene Moderator Klaas Heufer-Umlauf – bekannt als Teil des Duos Joko und Klaas – hat vor kurzem in seiner Late-Night-Show „Circus Halligalli“ ausgeplaudert, dass er mal eine Klassenfahrt nach Bissel gemacht hat. Und das der Bunker dort „sehr cool“ war. Na bitte, das wussten wir doch schon immer.

Doch nun zu ernsteren Themen: Um dem anhaltenden Flüchtlingszustrom nach Deutschland Herr zu werden, ist seit dieser Woche auch der Wasserrettungszug (WRZ) Oldenburger Land-Diepholz OL-Dl mit circa 20 Kräften im Einsatz. Zu dem WRZ gehören die Landkreise Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und Diepholz sowie die Stadt Delmenhorst.Die Einheiten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft sind zusammen mit Einheiten der Johanniter Unfallhilfe, des Technischen Hilfswerks und weiteren ehrenamtlichen Helfern im Bereich einer Behelfsaufnahmestelle tätig und dort für administrative Aufgaben und den Betrieb zuständig.Wie Heino Fastje von der DLRG Wildeshausen mitteilt, umfassen die Tätigkeiten Sanitäts- und Betreuungsdienste sowie technische Unterstützung. Der Einsatz ist bis zum Sonntag geplant.

Mit dem Thema „Flüchtlinge“ hat sich auch die Wildeshauser Seniorenunion am Donnerstag befasst. Wie Alt-Bürgermeister Manfred Rollié einleitend betonte, seien die Ängste verständlich, „aber mit einer guten und richtigen Politik werden wir die riesige Aufgabe bewältigen.“ Das Asylrecht könnten jedoch nur politisch Verfolgte genießen, keine Wirtschaftsflüchtlinge. Asylsuchende seien schließlich nicht einmal fünf Prozent der Gesamtzahl. Außerdem müssten politisch Verfolgte sofort die deutsche Sprache lernen und bereit sein, sich zu integrieren. Abschließend wies Rollié darauf hin, dass „wir eines der reichsten Länder der Welt sind und deshalb mehr als andere zur Hilfe verpflichtet“. Dennoch sei Europas Solidarität unerlässlich.Im Anschluss an Rollié sprach der Leiter des Kreis-Sozialamts, Bodo Bode, über die Lage vor Ort. Das Flüchtlingsproblem sei auch ein Finanzierungsproblem. Die ursprünglich in den Kreishaushalt eingestellten 1,5 Millionen Euro würden sich voraussichtlich auf drei Millionen Euro€ erhöhen. Dieser Betrag werde weder vom Land noch vom Bund erstattet. Hoffnungen auf eine Steuerung der aktuellen Flüchtlingszahlen machte Bode den gut 20 Senioren nicht. „Die Flüchtlinge stimmen mit den Füßen ab“, stellte er nüchtern fest und berichtete von teils chaotischen Zuständen in den Erstaufnahme-Einrichtungen. Die Prüfung auf Asylberechtigung müsse viel schneller erfolgen – und damit auch die Abschiebung der Nichtberechtigten.

Seit längerer Zeit hat der Tennisclub Altona jetzt erstmalig wieder Vereinsmeisterschaften im Männer- und Frauendoppel ausgerichtet. Zwölf Männer- und sieben Frauenteams traten an, wobei das Spielsystem so organisiert war, dass jedes Paar auch bei einer Niederlage mindestens zweimal antreten durfte. Bei den Männern gewannen Franz Bahlmann und Andreas Gathen den Wanderpokal gegen Kai Lassen und Michael Gruhl in zwei Sätzen mit 6:3, 7:5. Dabei lag das Siegerpaar im 2. Satz bereits mit 2:5 zurück, startete dann aber eine beispiellose Aufholjagd. Das Finale der Frauen, das in die Halle verlegt wurde, war ein Spiel zweier Generationen. Die Seniorinnen Iris Heitsch und Ulrike Schlüter setzten sich denkbar knapp mit 6:4, 6:4 gegen die Juniorinnen Madeleine Marowsky und Cecilia Mentz durch.

Eine Fahrradpilgergruppe aus dem Oldenburger Land hat sich jetzt zum Bundeskolpingtag in Köln aufgemacht. Geradelt wurde von Vechta aus. Mit dabei waren auch der Vorsitzende der Kolpingfamilie Wildeshausen Ge rald Rievers und seine Frau Sylke. Übernachtungsmöglichkeiten gab es in Osnabrück, Münster, Haltern, Wesel, Düsseldorf und schließlich Köln. Die Gesamtstrecke belief sich auf 420 km.