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Von Werkstatt zu Werkstatt in Hatten und Huntlosen Wenn Kunst die Realität verfremdet

Martin McWilliam (rechts) mit Gastaussteller Helmut Lindemann

Martin McWilliam (rechts) mit Gastaussteller Helmut Lindemann

Werner Fademrecht

Sandhatten - Vom Freitag, 28. April, bis Sonntag, 30. April, heißt es in den Dörfern Sandhatten, Munderloh und Huntlosen „Von Werkstatt zu Werkstatt“. Kreative und Künstler öffnen ihre Ateliers, um zum Teil gemeinsam mit Gastausstellern ihre Arbeiten zu präsentieren.

Sandhatten

Bei Martin McWilliam und Kristin Meyer, Auf dem Kötjen 1, dreht sich alles um Keramik. Die Palette reicht von großen Gefäßen bis hin zu filigranem Besteck. Als Gast zeigt Helmut Lindemann seine Gemälde. Der Oldenburger Künstler spielt in seinen Bildern mit der Spannung von Wirklichkeit und Illusion. Auf den ersten Blick unspektakuläre Stillleben reichert er mit surrealistischen Einschüben an und bricht sie ironisch. Scheinbar vertraute Gegenstände löst er aus ihrem Zusammenhang und stellt sie als befremdliches Gegenüber vor.

Realismus ist für Lindemann weniger Stil als Methode, komplexe Mitteilungen über die Welt herzustellen. Sein Blick richtet sich auf die innere Logik der Dinge, nicht auf das, was Menschen dafür halten. Der Maler wurde 1951 in Bremen geboren und lebt und arbeitet seit 1981 in Oldenburg. Als Schüler der Oldenburger Malerin Marie Meyer-Glaeseker führt er die Tradition der realistischen Malerei in Oldenburg weiter.

Das Atelier 5 bei Maria-Anna Nordiek und Susann Gähde ist für seine Schmuckstücke und filigranen Metallobjekte bekannt. Im Haus an der Huntloser Straße 5 ist mit Doris Eickhoff eine Künstlerin zu Gast, die sich auf Malerei und Druckgrafik spezialisiert hat. Die freischaffende Künstlerin zeigt einen kleinen Teil einer größeren Portrait-Ausstellung, die am 5. November dieses Jahres im Forum St. Peter eröffnet wird. Die Oldenburgerin kombiniert bei ihren Arbeiten überwiegend eigene Fotografien mit Maltechniken, um eine gezielte Verfremdung zu erreichen.

Munderloh

In Munderloh treffen Besucher im Haus Nr. 7 am Schoolpat auf drei Ausstellerinnen. Ute Dutzmann zeigt Schmuck, Christel Heimbucher gewebte Textilien und Regina Nienaber Ledertaschen.

Huntlosen

Dritte Station ist in Huntlosen, Am Forst 27 in Hosüne. Dort öffnet Wolfgang Jacob seine Räumlichkeiten im Hegeler Wald. Zu sehen gibt es hauptsächlich Gebrauchskeramik.

„Von Werkstatt zu Werkstatt“ startet offiziell an diesem Freitag von 16 bis 18 Uhr. Am Samstag, 29. April, und Sonntag, 30. April, haben die genannten Ateliers jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten
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