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Freiwillige Feuerwehr Hude Gefahr von Bränden in der Natur steigt stündlich an

Hude - Durch die extreme Trockenheit ist in den vergangenen Tagen die Gefahr von Wald- und Flächenbränden auch in unserer Region fast stündlich weiter gestiegen. Bloß kein offenes Feuer machen! Kein wildes Grillen in der Landschaft! Keine glimmende Zigarettenkippe unachtsam wegwerfen! Das rät auch Hudes Gemeindebrandmeister Jörg Schmidt den Bürgerinnen und Bürgern dringend. Schon ein kleiner Funke könne bei der derzeitigen Lage verheerende Folgen haben.

Effektives Löschen

Da die trockenen Perioden und damit die Gefahren weiter zunehmen, hat die Gemeindefeuerwehr in den vergangenen Jahren weiteres Spezialgerät angeschafft. Ziel sei es, bei einem Feuer mit möglichst wenig Wasser sehr schnell und effektiv auch größere brennende Flächen in den Griff zu bekommen, sagt der Gemeindebrandmeister. Schmidt hat diverse Fortbildungen besucht und ist Fachberater und Multiplikator für Vegetationsbrandbekämpfungen bei der Freiwilligen Feuerwehr.

In der Theorie und mit Hilfe von Videos werden die Einsatzkräfte intensiv geschult. Aber auch praktische Übungen sind wichtig, sagt der Gemeindebrandmeister. „Taktisches Vorgehen bei der Vegetationsbrandbekämpfung“ stand deshalb erst kürzlich bei einer Übungseinheit der Gruppe vier der Freiwilligen Feuerwehr Hude auf dem Programm. Unter Berücksichtigung der Corona-Regeln wurde das taktische Vorgehen mit Zuhilfenahme verschiedener Löschtechniken bei der Vegetationsbrandbekämpfung geübt. Gruppenführer Jörg Meyer hatte die Übung mit Unterstützung von Jörg Schmidt organisiert.

Mit dem Sprühbalken

Die bereits im Winter theoretisch erlernten Techniken sollten einmal in die Praxis umgesetzt werden. Einer der vorhandenen, mit Wasser befüllbaren Löschrucksäcke wurde ausprobiert. Getestet wurde die Effektivität des Sprühbalkens am Tanklöschfahrzeug.

Ein Feuer in der Natur sei immer in Bewegung. Damit müsse man rechnen, so Jörg Schmidt. Oft reiche schon bei ansonsten Windstille nur eine kleine Böe, um die Situation zu verschärfen. Deshalb müssten die Einsatzkräfte immer mobil bleiben. Der „Standard“-Löscheinsatz mit Setzen eines stationären Verteilers und dem Verlegen von Schläuchen führe bei Vegetationsbränden nicht zum Erfolg.

Raupentechnik geübt

Deshalb wurden auch das Pump & Roll-Verfahren (stoßweises Löschen) und die sogenannte Raupentechnik ausprobiert. „Bei der Raupentechnik steht das Fahrzeug bei der Wasserabgabe, und die Einsatzkräfte laufen mit dem Schlauch voraus. Ist der Schlauch gerade gezogen, zieht das Fahrzeug wieder bis auf Höhe der Einsatzkräfte nach. Auch diese Taktik ist auf freiem Feld sehr effektiv“, sagt der Gemeindebrandmeister.

Dabei sei aber dringend darauf zu achten, dass das eingesetzte Fahrzeug auch für den Untergrund geeignet sei. Ein Festfahren eines Feuerwehrfahrzeuges bei einem Löscheinsatz könne zu fatalen Folgen führen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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