Wardenburg - Da im Gewerbegebiet Rothenschlatt nur noch wenige freie Flächen vorhanden sind, plant die Gemeinde eine weitere Ausweisung von Gewerbegebietsflächen, um den Bedarf an Gewerbegrundstücken auch zukünftig decken zu können. Im Fokus steht neben der Fläche Am Schlatt (die Ð berichtete) ein Grundstück mit einer Größe von 24 585 Quadratmetern an der Huntloser Straße, das derzeit landwirtschaftlich genutzt wird. Es grenzt auf der einen Seite direkt an das bestehende Gewerbegebiet Rothenschlatt an, auf der anderen an ein Waldstück. Mit dem Eigentümer wurde bereits ein Vorvertrag abgeschlossen.

Da von dem Waldstück an der Huntloser Straße einige Ausläufer in die Fläche hineinragen, befasste sich der Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung auch mit der Frage, wie mit dem Baumbestand umgegangen werden soll. Für einen absoluten Schutz des Waldes sprach sich Eckhardt Hildebrandt (FWG/Die Linke) aus. Jochen Hillenstedt (Grüne) betonte: „Der Wald darf nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Wird darauf geachtet – etwa bei der Versiegelung – haben wir kein Problem mit der Ausweisung als Gewerbegebiet.“

Bauamtsleiter Frank Speckmann sicherte zu, es werde kartiert, wo welche Bäume stehen. Ralph Dierks (SPD betonte, es sei wichtig, dass eine entsprechende Ausgleichsfläche in der Gemeinde bleibe. Etwas anderes sei nicht sinnvoll. Heinz Wellmann (beratendes Mitglied) schlug vor, das Waldstück mit weiteren Anpflanzungen aufzuwerten.

Mit einer Gegenstimme sprach sich der Ausschuss dafür aus, hier einen Bebauungsplan zu erstellen und den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern, um gewerbliches Bauen möglich zu machen. Bisher sind hier Flächen für Landwirtschaft und Wald ausgewiesen. Auch der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss gab jetzt Grünes Licht für dieses Vorhaben.