Wildeshausen - Der Bau des Bootshauses für den Wassersportverein Wildeshausen hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Als zu Beginn des Jubiläumsfestes am Sonntag auch der große Regenschirm nichts mehr brachte, wurde die Veranstaltung kurzerhand ins Gebäude verlagert. Dort fand neben den Gästen auch das Blasorchester Wildeshausen Platz, um zwischen Kanu- und Ruderbooten zu unterhalten.
187 Mitglieder
Dass die Eröffnung des Bootshauses auf den Tag genau 40 Jahre her ist, war nur eine Randnotiz in der Rede des Vorsitzenden Jochen Kranz. Gefeiert wurde mit einem Tag der offenen Tür das 50-jährige Bestehen des Wassersportvereins. 58 Personen hatten sich im August 1973 versammelt, 28 traten sofort ein, erinnerte er in seinen Grußworten. Erster Vorsitzender und Organisator dieses Treffens war Hans-Paul Haferkamp. Sehr zur Freude von Kranz und seinem Stellvertreter Stefan Wagner wohnte Haferkamp der Jubiläumsfeier bei.
Gehörten zunächst nur Ruderer zum Verein, kamen 1976 Kanufahrer hinzu. Durch Ruderwettkämpfe sei der Wassersportverein zwar nicht bekannt geworden. „Dafür ist die Hunte nicht geeignet.“ Dafür aber für seine Wanderfahrten, die unter anderem Richtung Weser und Aller führten. Haferkamp habe zudem damals mit Jugendlichen Flüsse im europäischen Ausland bereist.
187 Mitglieder zählt der Verein, 25 Ruder-, 51 Paddelboote sowie 58 private Boote werden im Bootshaus gelagert. 2022 wurden 19537 Kilometer gerudert und 5489 Kilometer gepaddelt.
Kanu-Freestyle
Zu den Ehrengästen zählten neben Vertretern der übergeordneten Sportverbände auch die stellvertretende Bürgermeisterin Majken Hjortskov. Als nach gut eineinhalb Stunden die Sonne hervorkam, stand dem weiteren Programm nichts mehr im Wege: Neben Rudervorführungen war auch Reimar Staufenberg auf der Hunte zu sehen. Der Sportler gehört den Ulmer Paddlern an, ist Kanu-Freestyler und zeigte sein Können auf dem Wasser. Er ist zudem Trainer und Betreuer der Nationalmannschaft und bereitet sich zurzeit auf die WM im Oktober in den USA vor.
Für Kranz war die Veranstaltung ein voller Erfolg: Insgesamt kamen rund 300 Besucher – einige davon nahmen einen Aufnahmeantrag mit.
