Hude/Hurrel - 222 Nordmanntannen stehen auf Daniela Mertschs Hof in Hurrel an der Ortstraße 13/Ecke Sandersfelder Weg bereit: Der Weihnachtsbaumverkauf steht in den Startlöchern und wird an diesem Sonntag, dem ersten Advent, beginnen. Doch für die 42-jährige Hurrelerin geht es nicht nur darum, die Bäume zu verkaufen. Vielmehr wird der Hof von ihr, ihrem Mann und ihren Eltern an jedem Adventswochenende zu einer festen Anlaufstelle, an der die Dorfbewohner zusammenkommen. Weil Mertsch in diesem Jahr „Zehnjähriges“ des Baumverkaufes feiert, wird es zusätzlich ein kleines Programm für Familien geben.
Schnapszahl muss sein
Der Baumverkauf in Hurrel ist eine echte Gemeinschaftsaufgabe. Daniela Mertsch, ihr Mann Hans, ihre Eltern Dirk und Marianne Schneider, Nachbar Jannis Köster und Falk Bartels, der auch auf dem Hof lebt, freuen sich jedes Jahr aufs Neue, wenn es wieder losgeht. Die Tannen suchen sie bereits im September in Cloppenburg auf dem Wild- und Tannenhof Giese aus. „Alle Tannen, die wir verkaufen, habe ich vorher schon einmal gesehen“, sagt die 42-Jährige. Dass sie genau 222 Bäume ausgesucht hat, hat einen speziellen Grund. „Ich bin abergläubisch. Bei mir muss es immer eine Schnapszahl sein“, sagt sie lachend. Die Tannen hat Mertsch bereits mit tatkräftiger Unterstützung abgeholt. Diese können dann ab diesem Sonntag und am zweiten und dritten Adventswochenende (samstags und sonntags) jeweils von 10 bis 17 Uhr ergattert werden.
In ihrer Made-In-Scheune verkauft Daniela Mertsch den passenden Schmuck zu den 222 Bäumen.
Christin Hufer
Verkauft 222 Nordmanntannen auf ihrem Hof in Hurrel: Daniela Mertsch
Christin Hufer
Hat einen besonderen Hingucker kreiert: Daniela Mertsch liebt das Dekorieren. Bei der „Waldelfe“ hat sie ihrer Kreativität freien Lauf gelassen.
Christin HuferProgramm
Neben Bäumen kündigt die Hurrelerin auch Unterhaltungsprogramm an: Am ersten Advent wird es eine Hunderallye und am zweiten Advent eine Ziegenwanderung geben. Diese Aktionen finden in Kooperation mit der Hundeschule Schoone aus Hohenböken statt und starten jeweils um 10 Uhr. Am dritten Advent wird der Geschichtenerzähler Christian Hanke zum Hof kommen und ab 16 Uhr „Geschichten am Feuer“ erzählen.
Passend zu den Bäumen ist bei Mertsch zusätzlich Baumschmuck in verschiedenen Variationen zu erhältlich. In ihrer Made-In-Scheune, in der sie das Jahr über Deko und Retro-Artikel anbietet, hat sie einen großen Weihnachtsbasar errichtet. In Sachen Baumschmücken gibt es – so beobachtet sie es – zwei Sparten. „Einige sind dabei, die noch sehr traditionell sind“, sagt sie. Für die Familien gehöre es einfach dazu, dass der Baum von den Großeltern geschmückt wird und erst am Heiligabend von den Kindern gesehen werden darf. Andere würden schon früher mit dem Schmücken anfangen: „Da ist es für die Familie ein komplettes Tagesprogramm. Die sagen sich dann, dass sie vom Baum mehr haben, wenn sie früh anfangen.“
Schmücken
Mertsch selbst gehört auch zu denjenigen, die früh mit dem Schmücken anfangen. „Ich liebe das Dekorieren einfach. Bei mir zieht sich das Schmücken teilweise über eine ganze Woche hin“, sagt sie. Aber nicht nur Dekorieren macht ihr eine Freude – auch die Gemeinschaft des Dorfes. So trifft sich der Dorfverein traditionell am Freitag, bevor der Baumverkauf startet, auf dem Hof. Gemeinsam wird Glühwein und Punsch getrunken und eine Tombola veranstaltet, deren Erlös dem Dorfverein zugutekommt. So wird es auch in diesem Freitag wieder sein.
