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Wellmann aus Wardenburg feiert Jubiläum In 100 Jahren jede Menge erbaut

Nils Hannes Klotz
Führt das Unternehmen in dritter Generation: Heinz Wellmann (72)

Führt das Unternehmen in dritter Generation: Heinz Wellmann (72)

Nils Hannes Klotz

Wardenburg/Achternmeer - Seine ersten Berührungspunkte mit der Baubranche hatte Heinz Wellmann bereits als kleines Kind. „Auf jeder Baustelle gibt es einen Sandhaufen. Und Bauen war meine Leidenschaft dort“, sagt der heute 72-Jährige. Inzwischen hat er unzählige Gebäude im Oldenburger Umland geplant, gebaut und saniert: vom Einfamilienhaus bis zur Kirche.

„Wenn ich da heute vorbeifahre, erfüllt mich das mit Stolz.“ In dritter Generation leitet Wellmann das gleichnamige Bauunternehmen in Achternmeer. Über die Jahrzehnte seien auch einige Kunden dem Familienbetrieb treu geblieben. „Man kennt uns“, sagt er. In diesem Jahr feiert er nun mit seinen Mitarbeitern 100-jähriges Betriebsjubiläum.

Vielfältige Projekte

Ob Wohn- oder Gewerbebauten, Sanierung oder Modernisierung: Die Projekte des Unternehmens sind vielfältig. „Das ist unsere Stärke“, sagt Wellmann. Auch die Planung und selbst Spezialaufträge wie etwa Ziermauerwerke habe man im Programm.

Das breite Angebot habe einen entscheidenden Vorteil: Das Unternehmen sei krisenfester. Zudem könne man sich mit den Aufträgen auf das nahe Umland beschränken. „Wenn ich nur noch Gewerbebauten machen würde, dann könnte ich nicht mehr nur hier vor der Haustür bleiben.“

Historie

Angefangen hatte alles mit seinem Großvater Heinrich Wellmann. Der Maurer hatte 1922 einen Bauernhof in Westerholt erworben und sich dort mit einigen Handwerksgesellen zusammengetan. „Das ist für mich der Anlass, das Ganze als Gründung anzunehmen.“

Maurermeister Arthur Wellmann – Vater des heutigen Geschäftsführers – übernahm den Betrieb anschließend.

Dass auch der junge Heinz Wellmann später in die Fußstapfen seines Vaters treten würde, war vorgezeichnet. Bereits als Schüler habe er seinem Vater in den Ferien ausgeholfen und sich dabei etwas Taschengeld hinzuverdient, erzählt er heute. Wie seine beiden Vorfahren absolvierte er eine Lehre zum Maurer. Dem Ausbildungsbetrieb in Oldenburg blieb Heinz Wellmann noch zwei Jahre als Geselle treu. Anschließend holte er die mittlere Reife und die Fachoberschule nach und studierte Architektur an der Fachhochschule in Oldenburg.

Als sein Vater Arthur 1980 starb, sah sich Heinz Wellmann mit der Frage konfrontiert, den väterlichen Betrieb weiterzuführen. Er übernahm. Vertrauen können habe er dabei auf ein eingespieltes Team und einen soliden Kundenstamm, sagt Wellmann.

Technische Entwicklung

Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von technischen Entwicklungen. „Das hat sich gewaltig verändert“, sagt Maurermeister und Mitarbeiter Günter Ripken, der seit 40 Jahren für Wellmann arbeitet. „Wir haben noch die Fundamente von Hand gemacht, als ich angefangen habe.“

Heute kämen technisches Hilfsmittel wie Bagger oder Kräne zum Einsatz. Auch das Thema Energiesparen spiele eine bedeutende Rolle. Und statt mit einer Papierzeichnung koordiniere und plane er auf dem Bau heutzutage mit dem Laptop.

Zukunft

Die Zukunft der Baubranche sieht Wellmann positiv. Denn auch wenn die Preise aktuell explodieren und ein Einfamilienhaus nach seinen Angaben rund 25 Prozent mehr kostet als noch vor fünf Jahren, ist er sich sicher: Zu bauen gebe es immer etwas. „Es wird vielleicht Pause gemacht, wenn das Geld nicht da ist.“ Aber diese Schwankungen habe es in der Vergangenheit bereits gegeben.

Auch in den kommenden Jahren will Wellmann die Geschicke des Unternehmens noch weiter lenken. „Mir macht das einfach Spaß“, sagt er. „Ich kann nichts anderes, als Häuser bauen.“ Mit einer potenziellen Nachfolge beschäftigt er sich dennoch. In Frage kommen könnte einer seiner sechs Enkel im Alter von 8 bis 15 Jahren oder eine Person außerhalb der Familie. Wichtig ist ihm dabei vor allem, keinen Druck auszuüben: „Ich habe das damals freiwillig gemacht. Und auch mein Nachfolger soll das freiwillig machen.“ Genauso wie er damals seine Leidenschaft im Sandhaufen entwickelt hatte.

Auch Ausbildungsplätze bietet das Unternehmen an. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Betriebes unter www.wellmann-bau.de.

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