Wildeshausen - Der großzügig um die Widukindhalle herum aufgestellte Bauzaun lässt es schon erahnen: Die umfangreiche Sanierung der Wildeshauser Mehrzweckhalle läuft auf Hochtouren. „Die Rohbau-Arbeiten im Keller sind so weit abgeschlossen“, berichtet Frank Görke vom Schulamt des Landkreises Oldenburg. Dort werden unter anderem die Umkleideräume und Duschen erneuert.
Anfang März soll es dann mit dem Innenausbau der Halle weitergehen, die für Schulsport der Berufsbildenden Schulen (BBS), Freizeitsport und andere Veranstaltungen wie die Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde genutzt wird. Erneuert werden der Fußboden, die Prallwände und die Lüftungsanlage. Ergänzt wird die Halle um eine Boulderwand. „Das war der Wunsch der Schule, um mit der Kletterwand für mehr Abwechslung im Sportunterricht sorgen zu können“, erklärt Görke. Zudem wird die Fassade teilsaniert. „Für die große Glasfassade werden voraussichtlich im Sommer die neuen Fensterelemente eingebaut.“
Förderung vom Land
Im Großen und Ganzen liegen die Arbeiten im Zeitplan, betont er. „Bei einigen Ausschreibungen haben wir allerdings keine passenden Anbieter gefunden – da muss dann nochmal ausgeschrieben werden. Das ist bei Altbausanierungen aber nicht unüblich“, weiß Görke. Die Widukindhalle wurde 1986 an der Feldstraße eröffnet.
Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr. „Das hängt auch mit einer Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport zusammen.“ Aus Hannover sei ein Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der Baukosten, maximal aber 400.000 Euro, an die Bedingung gekoppelt, dass das Projekt 2024 zum Abschluss kommt. „Da wir uns bei den Gesamtbaukosten in etwa bei drei Millionen Euro bewegen, werden es zwar nur 400.000 Euro vom Land – aber immerhin“, so Görke. Den Großteil der Kosten übernimmt der Landkreis als Schulträger. Beteiligen werden sich aber auch die Stadt Wildeshausen und die Schützengilde, um die Mehrkosten für den Erhalt des Charakters einer Mehrzweckhalle zu decken.
Gute Übergangslösungen
Während die Sanierungsarbeiten weiter laufen, weichen die Schüler im Sportunterricht meist auf andere Hallen aus. „Das klappt gut in Absprache mit anderen Schulen. Beim Gymnasium oder in der Halle der St.-Peter-Schule kann viel aufgefangen werden.“ Teilweise müsse der Unterricht aber auch ins Freie oder im Fall von Tischtennis-Unterricht in Klassenräume verlagert werden. „Insgesamt konnten aber sowohl für die Schüler als auch für die vielen Freizeitsportler gute Übergangslösungen gefunden werden“, freut sich Görke.
