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Abschlussfeiern Abgesagt „Für uns Schüler ist das ein Schock“

Wildeshausen - Am 26. Juni wollen die Hauptschule und die Realschule in Wildeshausen sowie am 9. Juli das Berufliche Gymnasium ihre Absolventen offiziell verabschieden. Nachdem die Schulentlassungsfeiern nun offiziell vom Kultusminister abgesagt wurden, denken die Schulen über andere Möglichkeiten nach. „Beruflich betrachtet tut mir in der Corona-Krise am meisten leid, dass die Schüler nicht als Gruppe verabschiedet werden können und keinen Ball feiern dürfen“, sagt der Leiter der Realschule, Jan Pössel. „Das kann man so nicht nachholen“, sagt er und spielt damit auf die emotionale Seite nach zehn Jahren Schulleben an. Dieses Mal hätten an einer Abschlussfeier rund 450 Schüler, Lehrer und Eltern teilgenommen. Das ist in Corona-Zeiten nicht erlaubt.

Schülersprecherin traurig

„Für uns Schüler ist die Nachricht ein Schock“, sagt die Schülersprecherin der Realschule, Laura Gabbe (16). „Wir haben uns seit der fünften Klasse auf die Abschlussfeier gefreut.“ Die Vorbereitungen liefen seit Beginn dieses Schuljahres. Viele Schüler hätten bereits viel Arbeit investiert. Der Abschlussball am Abend des 26. Juni im „Alten Amtshaus“ sei abgesagt worden. „Wir hoffen, den Ball Ende September nachholen zu können“, erzählt Laura. Sie verbirgt nicht, dass sie traurig ist. An diesem Donnerstag ist ihr letzter Schultag – mit ihrer Hälfte. Die andere Hälfte – die Klassen werden in zwei Gruppen unterrichtet – habe sie seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr gesehen, ebenso viele Lehrer nicht.

Die Realschule sinnt wie die Hauptschule und das Berufliche Gymnasium darüber nach, wie die Schüler alternativ verabschiedet werden können. „Wir versuchen, etwas Tolles auf die Beine zu stellen“, sagt Wibke Engelmann, die Koordinatorin des Beruflichen Gymnasiums an den BBS. Welche Möglichkeiten im Gespräch sind, will sie aber nicht verraten, um keine falschen Hoffnungen zu wecken.

Zeugnisse nicht per Post

Die Hauptschule wird die Abschlusszeugnisse auf keinen Fall einfach in Umschläge stecken und den Jugendlichen nach Hause schicken. „Das ist zu unpersönlich“, sagt Rektorin Dorit Hielscher. „Die 70 Schüler bekommen ihre Abschlusszeugnisse in der Schule überreicht – vielleicht mit Abstand gruppenweise.“

Auch ihr Kollege Pössel ist optimistisch, dass der Realschule etwas einfallen wird, um die 117 Jugendlichen in dieser Corona-Krise angemessen zu verabschieden.

Doch bis zu den Zeugnissen sind es noch einige Wochen hin. Die schriftlichen Prüfungen sind gelaufen, heißt es aus allen drei Schulen. Die Hauptschule hat die mündlichen Prüfungen für den 16. und 17. Juni angesetzt. Die Realschule, die die letzte schriftliche Prüfung am vergangenen Donnerstag aufgetischt hatte, für den 18. und 19. Juni. „Beim Ablauf habe es keine Probleme gegeben, so Pössel und Hielscher. Die Hauptschulleiterin sprach in dem Zusammenhang aber von einer „komischen Atmosphäre“ an der Schule. „Es ist gar keine Stimmung da.“

Das Berufliche Gymnasium startet nächste Woche mit den mündlichen Prüfungen. 73 Schülerinnen und Schüler der Sparten Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales werden geprüft.

„Normalerweise finden die Prüfungen innerhalb einer Woche statt“, berichtet Engelmann. „Um den Hygienerichtlinien gerecht zu werden, strecken wir sie dieses Mal auf zwei Wochen.“ Außerdem gingen die Jahrgänge 11 und 12 wieder für zwei Wochen ins „Homeschooling“ und lernten von daheim, damit es keine Berührungspunkte in der Schule gebe.

Das Berufliche Gymnasium ist an den BBS in Wildeshausen nicht die einzige Schule, an denen es Abschlussprüfungen gibt. Unter anderen gibt es auch Absolventen an der Technikerschule und bei den Auszubildenden, die einen handwerklichen Beruf lernen.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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