Wildeshausen - Der Vorstand des Niedersächsischen Basketball-Verbandes (NBV) hat angesichts der Fortsetzung des bundesweiten Lockdowns in der Corona-Krise Nägel mit Köpfen gemacht. So wird die Ende Oktober beschlossene Unterbrechung der Saison 2020/2021 fortgesetzt und der Spielbetrieb in allen NBV-Ligen vorsorglich bis einschließlich Februar 2021 eingestellt.
Somit können sich auch die beiden Regionsligisten aus dem Landkreis – SC Wildeshausen und TV Hude – endgültig in eine lange Winterpause begeben. Für den Zeitpunkt der möglichen Fortsetzung der Saison gibt es – in Abhängigkeit von den dann geltenden behördlichen Auflagen – zwei Szenarien: einen Re-Start am 6./7. März oder am 17./18. April. Fakt ist: Es soll nur noch eine Einfachrunde mit den bislang nicht ausgetragenen Spielen der Hinserie absolviert werden.
SC Wildeshausen
Edward Brouwer, Vorstandsmitglied und Spielertrainer des SC Wildeshausen, sowie Sportdirektor Michael Haake begrüßen den Beschluss des Verbandes. „Die Entscheidung“, sagt Haake, „ist richtig, weil wir hiermit ein kleines Steinchen zur Eindämmung der Pandemie beitragen können.“ Haake ist in der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis WEK in Visbek tätig, die seit Monaten bei Coronatests unterstützt. Brouwer stimmt ihm zu: „Neben unserem Beitrag zur Eindämmung sorgt diese Entscheidung auch für Planungssicherheit.“ Kritisch sehen beide Wildeshauser die momentane Entwicklung. „Es scheint so, dass wir demnächst einen oder mehrere Impfstoffe haben und damit das Gröbste hinter uns lassen können. Dis dahin sind aber noch zu viele Mitmenschen unterwegs, die nicht erkannt haben, dass die Situation ernst ist. Und diese Leute verderben es für die ganz große Mehrheit“, ist sich Brouwer sicher.
Die Wildeshauser Basketballer sind mit vier Punkten aus den ersten drei Partien ordentlich gestartet und belegen in der Zehnerstaffel der Regionsliga den vierten Platz.
TV Hude
Weniger erfolgreich verlief der Auftakt für den Aufsteiger aus Hude, der seine ersten drei Begegnungen verlor und Ligaschlusslicht ist. Mit der Verlängerung der Saisonunterbrechung hätte der Verband „gut und mit Weitblick“ entschieden, findet Spielertrainer Janik Schramm. „Die Gesundheit steht weit über dem Sport – auch wenn wir Herzblutsportler mit der aktuellen Situation natürlich nicht glücklich sind“, erklärt Schramm. Besonders bedauert er, dass momentan kein Training möglich ist. Dabei hätte man auch im Basketball gute Möglichkeiten, individuell in den Bereichen Wurf und Technik zu trainieren. „Ich hoffe, dass sich unsere Spieler jetzt trotzdem fit halten und wir im neuen Jahr bald wieder trainieren dürfen – das wäre wirklich schön und auch wichtiger, als die Saison fortzusetzen“, sagt der Huder.

