Wildeshausen - Mit ihrem ziemlich überraschenden 2:1-Heimsieg vor einer Woche gegen Tabellenführer Hansa Friesoythe haben die Fußballer des VfL Wildeshausen die Tür zum vorzeitigen Klassenerhalt in der Landesliga plötzlich und unerwartet wieder weit aufgestoßen. „Jetzt müssen wir auch durchgehen“, hofft Mittelfeldspieler Robin Ramke auf ein erfolgreiches letztes Vorrundenspiel. Zu diesem empfangen die Wildeshauser am Sonntagnachmittag (14 Uhr) den SV Sparta Werlte. Die Partie findet erneut auf dem Kunstrasenplatz in Großenkneten statt, da die Heimspielstätte des VfL – das einst schmucke Krandel-Stadion – weiter unter den miserablen Platzverhältnissen leidet.

„Wir müssen dem TSV Großenkneten wirklich dankbar dafür sein, dass wir noch einmal hier spielen können“, richtet VfL-Trainer Marcel Bragula erkenntliche Worte an den Nachbarn – wobei ihn die aktuelle Situation im Krandel natürlich maßlos ärgert. „Grundsätzlich ist und bleibt es bitter, dass wir jetzt auch noch für dieses Endspiel ausweichen müssen“, so Bragula.

Dass es überhaupt noch zu einer solch spannenden Final-Situation in Staffel eins der Landesliga gekommen ist, lag vor allem auch an den Ergebnissen vom vergangenen Wochenende. Aktuell streiten mit BW Papenburg (21 Punkte), Frisia Wilhelmshaven, TuRa Westrhauderfehn, VfL Wildeshausen (alle 20), GW Firrel (18) und Sparta Werlte (17) nicht weniger als sechs Clubs um die beiden freien Plätze, die hinter den bereits sicher qualifizierten Teams Hansa Friesoythe (32) und SV Bevern (29) für die Aufstiegsrunde noch zu vergeben sind.

Im direkten Duell treffen Westrhauderfehn und Papenburg aufeinander, Wilhelmshaven gastiert in Friesoythe. Für die Wildeshauser ist die Ausgangssituation recht einfach beschrieben: Ein eigener Sieg würde für den Sprung in die „Top 4“ reichen, wenn Wilhelmshaven in Friesoythe nicht gewinnt. Holt Frisia jedoch einen Dreier beim Tabellenführer, muss Wildeshausen gewinnen und auf ein Remis zwischen Papenburg und Westrhauderfehn hoffen. Sogar ein Punkt könnte dem VfL helfen – aber nur dann, wenn Wilhelmshaven sowie Westrhauderfehn ihre Spiele verlieren und Firrel nicht höher als mit zwei Toren Differenz gegen Germania Leer gewinnt.

„Es gibt viele Konstellationen und Rechenspiele. Aber darauf lassen wir uns jetzt gar nicht erst ein. Wir müssen als Mannschaft gut funktionieren, auf uns schauen und am besten gewinnen“, sagt Bragula. Positiv stimmt den Coach der überzeugende Auftritt seiner Elf zuletzt gegen Friesoythe. „Das war super, wie sich die Jungs da präsentiert haben.“ Gegen Werlte stellt er seine Elf nun aber auf ein ganz anderes Spiel ein – „weil Werlte auch einen anderen Stil pflegt“. Vor allem auf das schnelle Umschaltspiel des Tabellenachten müsse man aufpassen. „Da haben wir uns schon in der Hinrunde beim 2:2 etwas übertölpeln lassen“, erinnert sich Bragula.

Personell hat sich die lange Liste der Ausfälle um den Namen Maximilian Seidel verlängert. Umso mehr hofft man beim VfL, dass Lucas Abel rechtzeitig wieder fit wird.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)